Opernpremiere im Kölner Staatenhaus Szenisch überfrachteter „Idomeneo“

Köln · Floris Vissers Inszenierung und die unter Leitung von Rubén Dubrosky toll gesungene und gespielte Musik passen in der Kölner Neuproduktion von Mozarts Oper nicht perfekt zusammen.

 Sebastian Kohlhepp (in grüner Uniform) als verzweifelter Titelheld und das Ensemble der Kölner Oper in einer Szene aus der Neuinszenierung von Mozarts „Idomeneo“.

Sebastian Kohlhepp (in grüner Uniform) als verzweifelter Titelheld und das Ensemble der Kölner Oper in einer Szene aus der Neuinszenierung von Mozarts „Idomeneo“.

Foto: Sandra Then

Der alte Mann auf der Bühne befindet sich offensichtlich in keiner stabilen seelischen Verfassung. Eingepfercht in der sogenannten Gummizelle einer psychiatrischen Anstalt kritzelt er die gepolsterten Wände in manischer Verzweiflung voll mit kleinen Strichmännchen, Kopf, Oberkörper, Beine, Arme und in der Hand einen Dreizack haltend. Der Name des Patienten: Idomeneo, ehemals König von Kreta.