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Endenicher Harmonie: Tausend Mal ist nichts passiert: Klaus Lage mit Solo-Programm

Endenicher Harmonie : Tausend Mal ist nichts passiert: Klaus Lage mit Solo-Programm

Er ist einer der letzten großen Geschichtenerzähler und wird doch von vielen nur für einen Party-Hit geliebt: Klaus Lage, seines Zeichens Rocker und Liedermacher gleichermaßen. In den vergangenen Jahren hat er mehr und mehr die Balance zwischen den beiden Genres gesucht und gefunden, hat Akustik-Solo-Tourneen gemacht und mit seiner Band neue Platten aufgenommen.

In der Harmonie war er nun, von seinen beiden Gitarren Blondie und Blacky abgesehen, im Rahmen seiner "Zeitreise"-Tour wieder ganz allein auf der Bühne - und sorgte für einen unvergesslichen Abend. "Auf der Bühne fühle ich mich zu Hause", gestand der gut gelaunte Lage, der ohnehin in Erzählstimmung war.

Eine Rosemarie sollte er eigentlich werden, hätten seine Eltern gedacht - doch es wurde ein Klaus, der sich gerne die Rosinen aus dem Kuchen beziehungsweise Christstollen pickte und schon als Jugendlicher ganz nach oben wollte, ins Rampenlicht. Hat er geschafft, auch wenn seine erste Single, die Lage mit einer Mischung aus Nostalgie und augenzwinkernder Scham vortrug, noch in eine andere Richtung deutete.

Nach und nach präsentierte Lage so seine ganz eigene Art einer Autobiografie, in seinen wundervoll poetischen Liedern zurückblickend oder sich an ihr Entstehen erinnernd, all das mit warmer Stimme und Schalk im Auge. Lieder hat Lage genug, ja fast schon zu viele. 35 Jahre des Musikerlebens hinterlassen ein beeindruckendes Repertoire.

Doch an einigen kam er einfach nicht vorbei: Natürlich sang Lage "Monopoli" und den Schimanski-Titel "Faust um Faust", auch "Schweißperlen" war mit von der Partie. Und auch das lang ersehnte "1000 und eine Nacht", sein berühmtester Hit, ein Pflichtsong auf beinahe jeder Party.

"Ich werde oft gefragt, ob ich nicht müde werde, dieses Lied zu singen. Nein!", sagte Lage, der es allerdings für seine Akustik-Tour neu arrangiert hat - deutlich gemächlicher, ruhiger, dadurch aber auch ungewohnter, so dass das Publikum längst nicht so enthusiastisch in den Refrain einstieg, wie zu erwarten gewesen war.