Mit der Inszenierung von „Splash“ Bonner Theater Marabu gastiert in der Elbphilharmonie

Bonn · Das Theater Marabu aus Beuel hat eine Einladung an die Elbphilharmonie erhalten. Im April gastiert das Ensemble mit der Inszenierung „Splash“ in Hamburg. Die Vorfreude ist groß.

Eine Szene aus „Splash“ im Theater Marabu. Das Stück ist demnächst in der Elbphilharmonie zu sehen.

Eine Szene aus „Splash“ im Theater Marabu. Das Stück ist demnächst in der Elbphilharmonie zu sehen.

Foto: Ursula Kaufmann

Es ist eine Einladung, die ihnen viel bedeutet: In knapp vier Wochen gastiert das Theater Marabu mit seiner Inszenierung „Splash“ in der Elbphilharmonie in Hamburg. Acht Aufführungen finden vom 19. bis 22. April im Kleinen Saal statt, alle von ihnen sind bereits ausverkauft. Wer das Stück, eine Mischung aus Musik und Theater, selbst erleben möchte, bekommt dazu aber auch in Bonn noch einmal Gelegenheit: etwa an diesem Freitag, 15. März, 10 Uhr, oder Samstag, 16. März, 15 Uhr. Weitere Termine in der Beueler Spielstätte sind für Juni und Juli geplant.

Darsteller und Musiker Tobias Gubesch (Klarinette) sieht in der Einladung nach Hamburg eine „große Wertschätzung unserer Arbeit“. Es sei „ein Privileg in einem der renommiertesten Konzertsäle der Welt spielen zu dürfen“, sagt er dem General-Anzeiger. Wie groß die Aufregung im Ensemble aktuell ist? „Das wird klanglich sicher herausfordernd und eine neue Erfahrung“, sagt Theatermitgründer Claus Overkamp. Und ergänzt: „Aber nervös sind wir nicht. Dafür ist ‚Splash’ einfach viel zu gut.“

In dem Stück, der Name lässt es erahnen, dreht sich alles um Wasser. Als Quelle des Lebens, als urgewaltige Kraft, als großer Spaß – und als wertvolle, begrenzte Ressource. In der Performance erschaffen die Musikerinnen und Musiker unterschiedliche Klangräume, verzichten weitgehend auf Dialoge. Es soll eine spielerische, humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema sein.

Vom Bonner Beethovenfest in die Hamburger Elbphilharmonie

„Das Schicksal des Wassers ist auch unser Schicksal“, sagte Overkamp im Sommer 2022 kurz vor der Premiere des Stücks. Es entstand in einer Kooperation zwischen Theater Marabu, Beethovenfest Bonn und den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Ruhr-Universität Bochum. Gefördert wird es von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum – der Kulturstiftung des Bundes.

„Es brauchte die Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn, um uns die Türen in die Elphi zu öffnen“, sagt Overkamp heute. „Vielleicht gehen jetzt, durch die damit verbundene große Aufmerksamkeit, weitere Türen auf.“ Wer weiß, wohin der Weg der Marabus nach den Auftritten in Hamburg also noch gehen wird. Für Theatermitgründerin Tina Jücker wäre die Lage klar: „Ich wünsche mir, dass die bundesweite Aufmerksamkeit für unsere Theaterarbeit, die sich in einer solchen Einladung zeigt, auch in Bonn wahrgenommen und honoriert wird.“

„Splash“, Altersempfehlung ab sechs Jahren, nächste Aufführungen in Bonn: Freitag, 15. März, 10 Uhr, Samstag, 16. März, 15 Uhr, Theater Marabu, Kreuzstraße 16, 53225 Bonn, Infos und Tickets gibt es hier.

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