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Schauspieler Louis Hofmann in brühl: Tom-Sawyer-Darsteller begeistert Schüler

Schauspieler Louis Hofmann in brühl : Tom-Sawyer-Darsteller begeistert Schüler

Dass Louis Hofmann zweieinhalb Monate lang ganz offiziell die Schule schwänzen durfte, beeindruckt die jungen Zuschauer im Brühler Zoom-Kino. Der Darsteller des Tom Sawyer aus dem gleichnamigen Film war am Mittwoch in Brühl zu Gast und beantwortete geduldig alle Fragen der Schüler, die ihn kurz zuvor als Protagonisten auf der Leinwand gesehen hatten.

Hofmann gab zu, dass für die Schule während der Drehzeiten von "Tom Sawyer" nicht viel Zeit blieb: "Ich habe einen Privatlehrer am Set, der macht dann jeden Tag so eine Stunde Deutsch, Englisch und Mathe mit mir." Anstrengend seien diese Tage aber allemal gewesen: "In Rumänien haben wir mit Kindern zehn bis zwölf Stunden am Tag gedreht, denn dort gibt es keine Begrenzung auf fünf Stunden wie in Deutschland", erzählte der 15-Jährige.

Der Kölner erklärte, dass er nur zwei Straßen neben Leon Seidel wohnt, der seinen Film-Freund Huckleberry Finn spielt. Für die Dreharbeiten des 2011 unter Regie von Hermine Huntgeburth neu verfilmten Klassikers musste Louis Hofmann nicht in die USA reisen: "Jackson Island ist in Brandenburg", verriet der Schauspieler, "da sind noch viele Effekte reinprogrammiert worden."

Trotz der Effekte schafft es der Film nicht, den Zuschauer in die amerikanischen Südstaaten des 19. Jahrhunderts zu entführen. Heike Makatsch spielt eine moderne Tante Polly, anders als in Mark Twains Original ohne Sklaven, und Huckleberry Finn wirkt, leicht pausbäckig, nicht wirklich wie ein Junge, der in der Wildnis lebt. Das Engagement, mit denen vor allem die jugendlichen Schauspieler bei der Sache sind, macht dies zum Teil aber wieder wett.

Im Zoom-Kino überzeugte Hofmann als "Star zum Anfassen". Die Schüler wollten auch wissen, wie viel er verdiene. "Ein bisschen Taschengeld", lautete die professionelle Antwort. "Und wer schreibt deine Antworten?", fragte ein Lehrer. "Dafür habe ich Autoren, die muss ich auch bezahlen", verkündete Hofmann dem erstaunten Publikum und ergänzte lachend: "Nee, quatsch, war'n Witz." Er bot den Schülern nicht nur an, ihn zu duzen, sondern nahm sich später auch die Zeit, alle Autogrammwünsche zu erfüllen.