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Kammerkonzert: Virtuos im Wechselspiel

Kammerkonzert : Virtuos im Wechselspiel

Seit dem vergangenen Jahr gibt es inzwischen die regelmäßigen Konzerte in der Emmaus-Kirche auf dem Brüser Berg.

Das Konzert mit dem Trio Idamante hatte einen besonderen Anlass: Als Benefizkonzert war es von einem Bürger gestiftet, der sich auf diese Weise bei seinem Umfeld für die Begleitung während des Sterbens seiner Frau bedanken wollte. Ein ganz besonderes Dankeschön also.

Das Trio Idamante, bestehend aus Markus Krusche (Klarinette), Daniel Mohrmann (Fagott) und Andreas Hering (Klavier), hat in seiner ungewöhnlichen Zusammensetzung nach dem Deutschen Musikwettbewerb 2010 zusammengefunden und konzertiert seitdem regelmäßig in dieser Besetzung.

Mangels Originalkompositionen bedient es sich auch gerne anderer Werke wie beispielsweise Beethovens Gassenhauer-Trio, das an diesem Abend zuerst erklang. Mal energisch, mal gesanglich und mit ausgefeilter Dynamik gelang bereits der erste Satz, bevor die wunderbare Einleitung von Mohrmann im zweiten Satz gänzlich vergessen ließ, dass das (eigentlich) ein Cello spielen sollte.

Virtuos im Wechselspiel zwischen den drei Instrumenten endete das Werk mit den Variationen über ein Thema aus Joseph Weigls Oper "Der Korsar aus Liebe", das dem Trio seinen Beinamen gab. Um ein Originalwerk handelte es sich jedoch bei dem Trio von Conradin Kreutzer, das mit viel Schwung und Witz gelang.

Lediglich Herings Anschlag im zweiten Satz war teils etwas zu energisch für das eigentlich graziöse Andantino. Nach der Pause waren Krusche und Mohrmann jeweils solistisch zu hören mit Brahms' Klarinettensonate Es-Dur op. 120, 2 und "Sarabande et Cortège" für Fagott und Klavier von Henri Dutilleux. Beim abschließenden Trio von Glinka war das Trio Idamante dann noch einmal gemeinsam zu hören und beeindruckte vor allem mit einem rasanten Allegro con spirito.

Für den Applaus der begeisterten Zuhörer bedankte sich das Ensemble mit einer Bearbeitung von Piazzollas "Frühling".