Eckpunkte Bonn-Vertrag Wie realistisch ist ein „Forum Exilkultur“ im Windeckbunker?

Bonn · NS-Zeit und auch Kolonialismus: Der Windeckbunker soll ein Ort des Erinnerns werden. Die Stadt hat das „Forum Exilkultur“ schon länger auf dem Plan, jetzt ist es ein Eckpunkt des Bonn-Vertrags. Doch manches ist noch unklar.

 Eine Machbarkeitsstudie hält den Windeckbunker für geeignet als Forum über Exilkunst. Dennoch muss es Umbauten geben wie etwa einen Aufzug.

Eine Machbarkeitsstudie hält den Windeckbunker für geeignet als Forum über Exilkunst. Dennoch muss es Umbauten geben wie etwa einen Aufzug.

Foto: Benjamin Westhoff

„Es wird Leute geben, die sagen: ‚Lasst uns mit den alten Kamellen in Ruhe‘, aber jede Bewegung bringt auch eine Gegenbewegung und das ist unsere“, sagt Jürgen Repschläger, Sprecher der Initiative Exilkultur Bonn. Es geht um das Vorhaben der Stadt Bonn, in dem Windeckbunker ein „Forum Exilkultur“ zu schaffen und so an die NS-Zeit und andere Fluchtgeschichten zu erinnern. Repschläger meint mit Bewegung den Aufstieg der AfD. Es brauche daher jetzt einen Ort der Aufklärung. Der Kooperationspartner UN-Flüchtlingshilfe sieht das genauso. „Es ist eine einmalige Chance, im ‚Forum Exilkultur‘ auf die aktuelle Situation von weltweit über 114 Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen. Wir alle sind in diesen unruhigen Zeiten in der Pflicht, Europa und Deutschland an die eigene Fluchtgeschichte zu erinnern“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UN-Flüchtlingshilfe.