Neu im Kino in Bonn „Back To Black“ als Tragödie mit Kraft und Würde

Bonn · Sam Taylor-Johnson legt mit „Back To Black“ ein bemerkenswertes Biopic von Amy Winehouse vor. Die Regisseurin holt die Britin dabei aus der Opferrolle heraus. Als Amy Winehouse brilliert Marisa Abela.

 Marisa Abela als Amy Winehouse und Jack O‘Connell als Blake Fielder-Civil pflegen in „Back To Black“ eine im Wortsinn toxische Beziehung.

Marisa Abela als Amy Winehouse und Jack O‘Connell als Blake Fielder-Civil pflegen in „Back To Black“ eine im Wortsinn toxische Beziehung.

Foto: dpa/Dean Rogers

Als Amy Winehouse am 23. Juli 2011 in ihrer Londoner Wohnung an einer Alkoholvergiftung starb, wurde sie in den traurigen Club 27 aufgenommen. Dessen Mitglieder eint ein unglaubliches musikalisches Talent und der frühe Tod im Alter von 27 Jahren. Aber während Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain in der retrospektiven Wahrnehmung zu Märtyrern des „Live Fast Die Young“-Lebensstils verklärt wurden, machte das Schicksal von Amy Winehouse deutlich: Der viel zu frühe Tod auf dem Höhepunkt künstlerischen Ruhms ist keine Heldentat, sondern ein zutiefst tragisches Ereignis.