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Deutsche Oper Berlin: „Die Walküre“: Sänger und Orchester ohne Einschränkungen

Deutsche Oper Berlin : „Die Walküre“: Sänger und Orchester ohne Einschränkungen

Für „Die Walküre“ sind bekannte Wagner-Interpreten in die Deutsche Oper gekommen. Die Sehnsucht der Zuschauer nach Musik ist in Corona-Zeiten zu spüren.

Mit Richard Wagners „Die Walküre“ hat die Deutsche Oper Berlin ihre erste große Premiere in Corona-Zeiten gefeiert.

In dem angesichts der Abstandsregeln nur zum Teil besetzen Haus startete damit an der Deutschen Oper „Der Ring des Nibelungen“ in der Regie des Norwegers Stefan Herheim. Den eigentlichen Auftakt zum Zyklus der vier Opern, „Das Rheingold“, hat das Opernhaus auf Juni 2021 verschoben.

Herheim lässt den Kampf der Nibelungen vor einer Landschaft hunderter Koffer spielen, die die Bühnenbildnerin Uta Heiseke immer wieder zu neuen Formen verändern lässt. Zentrales Motiv der Inszenierung sei die Flucht, auch als Anspielung auf Richard Wagners Flucht aus Dresden bei der Revolution von 1848, hatte Herheim gesagt. „Die Walküre“ sei auch eine Erzählung über eine Flucht von Menschen, die ihre metaphysische Heimat verloren hätten.

Für die Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles standen bekannte Wagner-Interpreten auf der Bühne, allen voran die Schwedin Nina Stemme als Brünnhilde und die Norwegerin Lise Davidsen als Sieglinde. Wie die beiden Frauen bekamen auch John Lundgren als Wotan und Brandon Jovanovich als Siegmund großen Beifall.

Die Deutsche Oper hatte rund 770 der 1860 Plätze im Saal besetzt. Dank täglicher Corona-Tests während der Probenphase und auch vor den Aufführungen konnten Orchester und Sängerensemble ohne Einschränkungen spielen.

© dpa-infocom, dpa:200928-99-734571/2

(dpa)