Melancholisch-komisches Roadmovie In „Valentinstag“ von Richard Ford gehen Vater und todkranker Sohn auf Reise

Bonn · Melancholisch-komisches Roadmovie: In „Valentinstag“ schickt Richard Ford seinen stoischen Helden und dessen todkranken Sohn quer durch die USA und durch den provinziellen Alltag zwischen Malls und Motels.

Mount Rushmore möchten Frank und Paul Bascombe am Valentinstag erreichen.

Mount Rushmore möchten Frank und Paul Bascombe am Valentinstag erreichen.

Foto: picture alliance / dpa/Mike Nelson

Die Welt, gefiltert durch den Kopf des 74-jährigen Frank Bascombe? Es gibt schlechtere Aufenthaltsorte. Alles sieht er, alles nimmt er auf, Gedanken, oft aphoristisch zugespitzt, durchströmen sein Bewusstsein und seinen Erzählstrom – und wir folgen ihm dabei gerne, weil er empathisch ist und reflektiert. Genau genommen ist es natürlich nicht „die Welt“, die wir über ihn entdecken, sondern ein kleiner, trüber Ausschnitt daraus, mitten in den USA: die Strecke von Minnesota über die South-Dakota-Prärie bis hin zum Mount Rushmore mit den vier monumentalen steinernen Präsidentenköpfen.