Neu in Bonner Kinos „Bikeriders“ ist ein Film aus dem Bilderbuch

Bonn · Alles andere als eine nostalgische Neuauflage von „Easy Rider“: „Bikeriders“ mit Tom Hardy und Austin Butler ist keiner der üblichen Motorradtypen-Filme. Inmitten des Männergetümmels ragt Jodie Comer als Außenseiterin heraus.

 Jodie Comer und Austin Butler in einer Szene aus dem Film „Bikeriders“.

Jodie Comer und Austin Butler in einer Szene aus dem Film „Bikeriders“.

Foto: AP/Kyle Kaplan

Wenn sie auf Motorrädern in Schrittgeschwindigkeit durch die Straßen von Milwaukee tuckern, starren die Menschen ihnen hinterher. Bewunderung und Abneigung sind gleichermaßen in den Gesichtern zu lesen, während die Motoren über die Dolby-Atmos-Anlage auch im Kinosaal das Zwerchfell der Zuschauenden vibrieren lassen. In ­„Bikeriders” begibt sich Regisseur Jeff Nichols („Loving”) tief hinein in das Soziotop einer amerikanischen Rockergang Ende der 1960er Jahre. Als Buchvorlage diente der gleichnamige Fotoband von Danny Lyon, der als Vertreter des „New Journalism” damals mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen das subkulturelle Leben eines Chicagoer Motorradclubs dokumentierte.