1. News
  2. Kultur & Medien
  3. Überregional

„Q“ gesucht: Britischer Geheimdienst MI6 schreibt Stelle aus - James Bond

Figur aus James Bond : Britischer Geheimdienst MI6 schreibt Stelle für „Q“ aus

Er gehört wie der Martini zum Kult von James Bond: „Q“ versorgt 007 in jedem Film mit den neuesten Waffen-Technologien. Der Auslandsgeheimdienst MI6 hat diesen Posten nun tatsächlich ausgeschrieben.

So ei­nen wie Q hät­te man gern auf sei­ner Sei­te. Das Le­ben wä­re in man­cher Hin­sicht et­was leich­ter. Die Arm­band­uhr funk­tio­nier­te wahl­wei­se als Ma­gnet (man muss da­mit ja nicht gleich den Rei­ß­ver­schluss des Klei­des ei­ner schö­nen Frau auf­zie­hen) oder La­ser (eher nicht für me­di­zi­ni­sche Zwe­cke zu ver­wen­den), sei­nen As­ton Mar­tin könn­te man dank Tarn­kap­pen­tech­nik mü­he­los im ab­so­lu­ten Hal­te­ver­bot par­ken (um dann zu hof­fen, dass nie­mand da­ge­gen­läuft oder, schlim­mer, mit sei­nem Sprin­ter ge­gen­k­a­chelt), und für den Schleu­der­sitz zur Rech­ten fän­de sich für den Fall ex­tremst un­will­kom­me­ner Be­glei­tung auch Ver­wen­dung.

Das wä­re ein zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen wohl zu pro­fa­ner wie zu pri­va­ter Miss­brauch der tech­ni­schen Seg­nun­gen, mit de­nen Q – für „Quar­ter­mas­ter“, al­so Quar­tier­meis­ter – Ja­mes Bond und an­de­re Agen­ten Ih­rer Ma­jes­täts Aus­lands­ge­heim­diens­tes aus­zu­stat­ten pflegt – in der düs­te­ren Ge­wiss­heit, dass zu­min­dest Bond den stets er­be­te­nen pfleg­li­chen Um­gang mit der Son­der­aus­stat­tung sel­ten be­her­zigt. Viel­leicht er­schien den jün­ge­ren Quar­tier­meis­tern bei 007 des­halb zu­letzt die Rück­kehr zu über­schau­ba­re­rer Tech­nik an­ge­zeigt. Was Be­wer­bern für den Pos­ten grö­ße­re Chan­cen be­sche­ren dürf­te. Denn tat­säch­lich ist die Stel­le von Q der­zeit zu ha­ben. Ihr In­ha­ber dür­fe sich auch Q nen­nen, hei­ßt es beim MI6, der nach ei­nem er­fah­re­nen Un­ter­neh­mens­lei­ter aus den Bran­chen Di­gi­tal­tech­no­lo­gie oder Ma­schi­nen­bau fahn­det.

„Als ‚Q’ sind Sie ver­ant­wort­lich für die Teams, die Tech­no­lo­gi­en ein­füh­ren, um un­se­re Mis­sio­nen ge­gen die här­tes­ten Geg­ner des Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs durch­zu­füh­ren“, so die Stel­len­an­zei­ge wei­ter. Be­hör­den­lei­ter Ri­chard Moo­re hat sich zum Ziel ge­setzt, sei­nen Dienst in der Öf­fent­lich­keit so sicht­ba­rer zu ma­chen. Das muss wohl sein bei ei­nem mo­der­nen Ge­heim­dienst.

(dpa)