Streit ums Projekt Umstrittenes Müll-Haus von HA Schult in Köln eröffnet

Köln · Der Kölner Künstler will die Welt retten - oder zumindest auf die globale Vermüllung aufmerksam machen. Nicht alle finden das gut.

 Wasser, Palmen und das "Save The World Hotel".

Wasser, Palmen und das "Save The World Hotel".

Foto: Henning Kaiser

Ein Müll-Haus des Aktionskünstlers HA Schult steht derzeit am Rheinufer in Köln. Das "Save The World Hotel" solle auf die Vermüllung der Welt aufmerksam machen, sagte der 78-Jährige am Donnerstag.

Für das Projekt hat HA Schult die Außenwände eines Holzhauses mit Müll verkleidet, den freiwillige Helfer an europäischen Stränden eingesammelt hatten - etwa Plastikflaschen, Lumpen, Zeitungen, aber auch ein alter Roller oder kaputte Stofftiere. Zuvor hatte das Haus bereits in Rom und Madrid gestanden.

In Köln ist das Projekt umstritten. Der Kunstbeirat der Stadt hatte das Müll-Haus, das nun auf der rechten Rheinseite an prominenter Stelle schräg gegenüber dem Kölner Dom steht, einstimmig abgelehnt. Die Aktion sei eine "kampagnenartige Illustration recht einfacher Gedanken" und könne einen "Rückschlag für das Ansehen der Stadt bedeuten", hieß es zur Begründung. Die Bezirksvertretung Innenstadt sah das jedoch anders und genehmigte die Aufstellung: "Es ist ein super Projekt für die Stadt Köln", sagte Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne).

HA Schult ist besonders durch seine "Trash People" bekannt geworden, Hunderte aus Blechdosen gefertigte Figuren, die seit mehr als 20 Jahren auf Welttournee sind. Das "Save The World Hotel", das einem Obdachlosen-Projekt gewidmet ist, kann bis zum 17. September in Köln besichtigt werden.

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