„Dem hab’ ich’s gezeigt“ Was Maggie O’Farrells Roman „Hier muss es sein“ lesenswert macht

Bonn · Menschen, die sich nicht wohl in ihrer Haut fühlen: Maggie O’Farrells Roman „Hier muss es sein“ ist geprägt von einer fabelhaften Einfühlungsgabe, von ausgefeilten Dialogen, von subtilem Humor und analytischer Schärfe.

Mit Schüssen aus dem Jagdgewehr  verscheucht die Roman-Protagonistin Claudette Wells einen Fremden, der ihrem Haus zu nahe gekommen ist.

Mit Schüssen aus dem Jagdgewehr verscheucht die Roman-Protagonistin Claudette Wells einen Fremden, der ihrem Haus zu nahe gekommen ist.

Foto: picture-alliance/ ZB/Patrick Pleul

Es ist schon einige Jahre her, da saß die Autorin Maggie O’Farrell in einem Café in Soho in London. Sie registrierte eine ungewöhnliche, merkwürdig aufgeladene Stimmung um sich herum. Der Grund: Sie teilte ihren Tisch zufällig mit einer „unglaublich berühmten amerikanischen Schauspielerin“, wie sich O’Farrell erinnerte. Alle im Café starrten sie an und fotografierten um die Wette. O’Farrell empfand Mitleid mit der aufdringlichen Blicken und übergriffigem Interesse ausgesetzten Frau: „I’ve never seen anyone look so unhappy.“