Ausstellung im Kunstmuseum Bonn Warum man Katharina Grosses Bilder im Farbnebel gesehen haben muss

Bonn · Abenteuer Malerei: Das Kunstmuseum Bonn zeigt eine fulminante Retrospektive der Künstlerin Katharina Grosse. Im Mittelpunkt stehen gemalte und gesprühte Bilder.

Katharina Grosses monumentales Werk von 2002 wurde vom Verein der Freunde des Kunstmuseums Bonn erworben.

Katharina Grosses monumentales Werk von 2002 wurde vom Verein der Freunde des Kunstmuseums Bonn erworben.

Foto: Benjamin Westhoff

Ein wahres Drama auf der Leinwand im Acht-Meter-Breitwandformat: Bedrohliches Dunkelblau über Rot nähert sich von links, Farbschlieren tropfen herab, glühendes Orange oben, darunter eine verwaschene Abfolge von horizontalem Rot und Weiß, was rechts im dunklen Farbnebel verschwindet. Mittendrin in der Malerei diagonale, messerförmige Weißfelder, Aussparungen, die wie Schnitte wirken. Ein neues Gemälde von Katharina Grosse mit einer bezwingenden Dramaturgie und Hunderten kleinen und großen Eingriffen der Malerin, die meint, das Bild sei „ein Verhandlungsraum von Möglichkeiten“ und zu Grosses Frage führt: „Wie weit kann ich das Bild treiben?“