Jazzfest Bonn im Pantheon Zwischen Avantgarde und Party

Bonn · Kontraste beim Jazzfest Bonn: Das Trio von Makiko Hirabayashi entführt das Publikum in die Welt der Klöster, Harold López-Nussa beschert dem Pantheon eine karibische Party.

Klangmagierin hinter ihrem Perkussions-Arsenal: Marilyn Mazur beim Jazzfest-Konzert im Pantheon.

Klangmagierin hinter ihrem Perkussions-Arsenal: Marilyn Mazur beim Jazzfest-Konzert im Pantheon.

Foto: Fischer/www.heikefischer-fotografie.de

Man sieht sie förmlich vor sich, die Meteora-Klöster in Griechenland, die wie Schwalbennester an den Bergen kleben oder einzelne Gipfel bekrönen. Spirituelle Enklaven, abgehoben, entrückt. In ihrem aktuellen Album „Meteora“ widmet sich die schon lange in Kopenhagen lebende japanische Pianistin Makiko Hirabayashi dieser rätselhaften Welt zwischen Himmel und Erde. Die sie noch nie live gesehen hat. Beim Jazzfest im ausverkauften Pantheon zelebrierte sie gleichwohl mit ihrem wunderbaren Trio den Zauber dieser klösterlichen Abgeschiedenheit – Marilyn Mazurs Glöckchen, Becken und Trommeln sowie die traumverlorenen Basslinien von Klavs Hovmann leisteten ein Übriges, um das Publikum weit weg zu beamen. Was leider insbesondere bei denen nicht gelang, die dutzendfach während des Konzerts unterwegs waren – um aufs Klo zu gehen, sich etwas zu trinken zu holen oder einfach so.