Double-Sieg „Die Sau rauslassen“: Rolfes und Carro geben Party-Befehl

Berlin · Endlich darf Bayer Leverkusen feiern. Nach einer Saison, die sich von Höhepunkt zu Höhepunkt hangelte, war zuvor nie Zeit dazu. Doch das Double wurde würdig zelebriert.

Leverkusens Spieler jubeln nach ihrem Sieg mit dem Pokal.

Leverkusens Spieler jubeln nach ihrem Sieg mit dem Pokal.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Nach dem goldenen Ende einer historischen Saison gaben die Bosse Simon Rolfes und Fernando Carro den Party-Befehl an die Mannschaft. „Sie können so viel Gas geben, wie sie wollen“, sagte Sport-Geschäftsführer Rolfes auf dem Weg zur großen Pokal-Party im „Club Theater Berlin“ mit etwa 1000 geladenen Gästen: „Sie haben diese Saison so durchgezogen, waren immer fokussiert, immer professionell. Jetzt können sie es endlich genießen und ein bisschen die Sau rauslassen.“ Auch Club-Chef Carro erklärte: „Heute wird gefeiert, bis die Körper nicht mehr können.“

Durch den 1:0-Finalsieg gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern hat Bayer den DFB-Pokal gewonnen und damit nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft das Double perfekt gemacht. Zudem standen die Leverkusener im Endspiel der Europa League, das sie mit 0:3 gegen Atalanta Bergamo verloren.

Nach dem 53. und letzten Pflichtspiel der Saison ging die Feier dann schon in der Kabine los. „Da kam Bier rein und Champagner und alles, was dazugehört“, verriet Kapitän Lukas Hradecky: „Das war ein sehr schöner Moment.“ Spieler wie Florian Wirtz, Patrik Schick oder Robert Andrich kamen gegen 1.30 mit Sonnenbrillen auf die Feier. Nationalspieler Jonas Hofmann trug um 1.32 Uhr den DFB-Pokal unter dem Arm in den Party-Raum.

Schon seit dem 14. April stand Bayer als Meister fest, doch mit Blick auf die weiteren Aufgaben durfte das immer nur mit Handbremse zelebriert werden. „Wir haben eigentlich noch gar nicht gefeiert. Die Meisterschaft nicht, nichts“, sagte Rolfes: „Jetzt haben alle verdient, mal richtig zu feiern und nicht darauf zu achten, dass wir drei Tage später wieder ein Spiel haben.“ Dann könnten die meisten wohl auch erst realisieren, was sie geschafft haben. „Wir hatten nie die Chance zu reflektieren“, sagte Rolfes: „Jetzt wird es sicher jedem bewusst.“

© dpa-infocom, dpa:240526-99-166643/2

(dpa)
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