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Krefeld: Die Seidenstadt am Rhein im Portrait

235.806 Einwohner hat Krefeld laut stadteigenen Angaben vom 31.12.2022. Krefeld ist unter anderem bekannt als Seiden- und als Bauhaus-Stadt. Krefeld erlebte die größte Welle der Eingemeindung im Jahr 1929, als u.a. Fischeln, Traar und Uerdingen der Stadt einverleibt wurden. In der großen kommunalen Neugliederung 1975, die für viele Städte bedeutend war, kam nur der Stadtteil Hüls hinzu.

Der Name geht wahrscheinlich auf das deutsche Wort Krähenfeld zurück. Die ältesten Quellen stammen aus dem 11. Jahrhundert: Damals ist von Krinfelde die Rede. Mit der Zeit tauchen folgende Namen auf: Creinvelt, Creynvelt, Creyfelt, Crevel Die Schreibweise Crefeld gab es mit einer Unterbrechung bis 1925, danach wurde die Stadt Krefeld geschrieben werden.

Die frühesten Zeichen menschlicher Besiedlung gehen auf Funde aus der Römerzeit im Stadtteil Gellep-Stratum zurück. Zwischen dem Jahr 70 und Mitte des 5. Jahrhunderts gab es hier ein römisches Kastell. Die Stadtgeschichte hat sich durch die verschiedenen Herrschaften in Alt-Krefeld, Linn, Hüls und Uerdingen lange unterschiedlich entwickelt. Uerdingen ist als Besiedlung seit dem Jahr 812 belegt. Die Stadt gehörte zum Kurstift Köln und erhielt 1255 die Stadtrechte. Auch Linn, welches als "Linne" erstmals zwischen 1090 und 1120 quellenkundig wird, gehörte seit dem 16. Jahrhundert zum Territorium des Kölner Erzbischofs. Hüls, erstmals 1122 erwähnt, wurde von den gleichnamigen Herren aber dem 12. Jahrhundert errichtet.

Krefeld wird als Krinfelde zwischen 1097 und 1099 erstmals in Quellen erwähnt. Der Ort gehörte im 17. Jahrhundert zu den Generalstaaten der Niederlande. Als neutraler Ort im Dreißigjährigen Krieg und dem Unabhängigkeitskampf der Niederlande zog es viele Andersgläubige nach Krefeld. Im gleichen Jahrhundert wurde die Seidenweberei von Adolf von der Leyen begründet. Die Weberei verhalf Krefeld früh zu Wohlstand und die Stadt sowie die Industrie prosperierte. 1683 wanderten 13 Familien in die USA aus und gründeten die heute zu Philadelphia gehörende Ortschaft Germantown. Sie waren die erste geschlossene Gruppe deutscher Auswanderer nach Amerika.

Daneben wurde um das Jahr 1900 mit der Herstellung von Edelstahl begonnen. In der gleichen Zeit wurde Krefeld durch die Kleinbahn mit Düsseldorf verbunden. Diese Bahnstrecke besteht noch immer. Der Hafen wurde nach der Eingemeindung von Linn zwischen 1903 und 1906 erbaut. Durch Eingemeindungen 1929 hieß die Stadt bis 1940 "Krefeld-Uerdingen am Rhein". Seitdem gilt der Name Krefeld.

Der Krefelder Zoo hat neben einem Regenwald-Haus u.a. auch ein Gorilla-Garten und Schmetterlings-Dschungel zu bieten. Die Wasserburg Burg Linn beherbergt ein Museum und ist Veranstaltungsort des großen Flachsmarkts. Die Häuser Haus Lange und Haus Esters wurden vom Bauhaus-Architekten Mies van der Rohe entworfen und sind heute als Museum zu besichtigen. Auf der höchsten Erhebung Krefelds, dem Hülser Berg, belohnt der Johannesturm mit einem weiten Blick. Im Haus der Seidenkultur wird Besuchern die Geschichte der Seidenweberei in Krefeld präsentiert.

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