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Viersen: Die Kreisstadt im Portrait

77.838 Einwohner zählte die Stadt am 31. Januar 2022 laut der städtischen Statistikstelle. Bevölkerungsreichster Stadtteil ist Alt-Viersen mit 39.096 Menschen. Dahinter folgen Dülken, Süchteln und Boisheim. Die Stadt Viersen entstand 1970 durch die kommunale Neugliederung als die heutigen Stadtteile zusammengelegt wurden. Seit 1975 ist Viersen Sitz des gleichnamigen Kreises.

Der Name Viersen geht zurück auf eine Ansiedlung mit dem Namen Versene. Historiker vermuten, dass der Name auf den Bach Versina zurückgeht. Der heutige Name ist Dorfer Bach und fließt links zur Niers.

Die heutigen Stadtteile waren bis zur kommunalen Neugliederung einzelne Gemeinden und entwickelten sich historisch unterschiedlich. Ein erster Beleg für die Besiedlung des heutigen Stadtgebietes gibt es im Jahr 1182. In diesem Jahr wird die Ansiedlung Versene textlich erwähnt. Viersen gehörte zuerst zum Erzstift Köln, bevor es 1295 an das Herzogtum Geldern fiel. Die anderen drei Gemeinden Dülken, Süchteln und Boisheim gehörte den Grafen und späteren Herzögen von Jülich. Seit dem 16. Jahrhundert: In der Folge gehörten die Gemeinden zu den österreichischen und spanischen Niederlanden, Preußen, Frankreich und einem vereinigten deutschen Staat. Aus dem Jahr 1741 ist das älteste Diplom der bekannten Dülkener Narrenakademie überliefert.

Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts etablierte sich die Weberei in der Region, aus der sich die Textilindustrie entwickelt. In der Zeit der Industrialisierung zwischen 1849 und 1870 werden die Orte an die Eisenbahn angeschlossen. Wie der gesamte Niederrhein wurde auch Viersen nach dem ersten Weltkrieg von Belgien besetzt. Viersen wurde im zweiten Weltkrieg von alliierten Luftangriffen schwer getroffen. Durch die Eingliederung der Städte Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim entsteht 1970 die heutige Stadt Viersen. 1975 wird aus dem Kreis Kempen-Krefeld der Kreis Viersen.

Das Stadtbad Viersen im Jugendstil wurde 1995 restauriert und gehört zu den letzten genutzten Bädern aus wilhelminischer Zeit. Zu der Skulpturensammlung wird ein Besuch der Galerie im Park empfohlen mit wechselnden Ausstellungen. Bereits seit dem 15. Jahrhundert soll an dem Standort der Irmgardiskapelle eine Gebetsort gestanden haben. Der Krammarkt "Schöppenmarkt" an Aschermittwoch bietet über 300 Stände in Dülken und ist einer der größten Westdeutschlands.

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