1. News
  2. Panorama

9-Euro-Ticket im ICE und IC: Wann das Ticket doch im Fernverkehr gilt

Besonderheit in NRW : Wann das 9-Euro-Ticket auch für ICE und IC gilt

Ab dem 1. Juni gilt das 9-Euro-Ticket in ganz Deutschland. Dann können Kunden für drei Monate den Nahverkehr für neun Euro im Monat nutzen. Ausgenommen sind davon eigentlich Fernzüge. In NRW gibt es allerdings eine Ausnahme.

Für drei Monate können Kunden ab dem 1. Juni in ganz Deutschland den Nahverkehr für neun Euro im Monat nutzen. Es soll nicht nur Verbraucher entlasten, die zurzeit mit der Inflation zu kämpfen haben, sondern auch die öffentlichen Verkehrsmittel im Alltag und für Reisen attraktiver machen. Und die Nachfrage nach dem Ticket ist groß: Allein über die Digitalkanäle der Deutschen Bahn sind von Montag bis Dienstag mehr als eine Million Sonderfahrkarten verkauft worden, wie ein Sprecher am Dienstag bestätigte.

Deshalb will die Deutsche Bahn auch ihr Angebot im Regionalverkehr erhöhen. „Für die zu erwartende steigende Zahl von Fahrgästen ab dem 1. Juni lässt DB Regio über 50 zusätzliche Züge rollen“, teilte das Unternehmen am Montag mit. Mit den Fahrzeugen könnten 250 zusätzliche Fahrten angeboten werden. Die Extra-Züge sollen vor allem entlang touristischer Strecken zum Einsatz kommen. Laut dem Unternehmen sind im Durchschnitt pro Tag rund 7000 Züge im Regionalverkehr unterwegs.

Das Ticket soll für alle kommunalen Nahverkehrsmittel wie Linienbusse, Straßenbahnen und U-Bahnen sowie für den Nahverkehr auf der Schiene mit S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresszüge in der 2. Klasse gelten. Es gilt also nicht für die 1. Klasse und nicht für die Fernzüge der Deutschen Bahn.

Das 9-Euro-Ticket schließt allerdings die sogenannte Mobilitätsgarantie NRW mit ein. Wenn sich Busse oder Bahnen in NRW um 20 Minuten oder mehr verspäteten oder ganz ausfielen, könnten Fahrgäste alternativ einen Fernverkehrszug, also IC, ICE oder EC nutzen. Zudem besteht die Möglichkeit, auf ein Taxi oder Sharing-Systeme umsteigen und sich die Kosten dafür vom Verkehrsunternehmen erstatten lassen.

Im Sommer müssen sich Fahrgäste allerdings auch auf zahlreiche Baustellen entlang vieler Strecken einstellen. Sie sollen die Kapazitäten zwar langfristig erweitern, bremsen zunächst aber den Verkehr aus.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

(dpa/ga)