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Adenauer-Haus in der Eifel: Klage vom Eigentümer abgewiesen

Umwandlung des Grundstücks : Klage um „Adenauer-Haus“ in der Eifel abgewiesen

2019 hat ein Unternehmer das „Camp Konrad“, eine Ruine des geplanten Wochenendhauses für Adenauer in der Eifel, erworben. Nun ist er mit einer Klage, in der es um die Rodung um Umwandlung des Grundstücks geht, abgewiesen.

Im Fall des sogenannten Adenauer-Hauses in der Eifel hat ein Gericht eine Klage des Eigentümers abgewiesen. Der Mann wollte erreichen, dass er für das Grundstück in Duppach keine Genehmigung zur Rodung und Umwandlung in eine andere Nutzungsart benötigt, wie das Verwaltungsgericht Trier am Donnerstag mitteilte (Aktenzeichen 2 K 685/21.TR).

Der Kläger hatte demnach argumentiert, bei dem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück handele es sich nicht um Wald im Sinne der einschlägigen Vorschriften. Zudem sei eine 1955 erteilte Baugenehmigung weiterhin rechtswirksam. Dem folgte das Gericht nicht. Für die Rodungs- und Baumaßnahmen brauche der Mann eine Umwandlungsgenehmigung des Forstamtes, urteilten die Richter.

Bei dem Grundstück handele es sich um Wald. Es befinde sich mitten im Wald, zwischen Gerolstein und Prüm gelegen, so dass ein unmittelbarer räumlicher Zusammenhang zu einer mit Wald bestockten Fläche bestehe. Gegen die Entscheidung ist Berufung beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz möglich.

Bei dem Objekt handelt es sich um die Ruine eines Anwesens, das dem früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer als Wochenendhaus dienen sollte. In Anspielung auf den Feriensitz der US-Präsidenten (Camp David) wird es auch „Camp Konrad“ genannt. Ein Hauch von Korruption umwehte die Immobile, die der damalige AEG-Chef Adenauer schenken wollte. Doch dem Alten war die Sache suspekt, er ließ die Finger davon. Vor rund drei Jahren war es schließlich versteigert worden. 2019 war mitgeteilt worden, dass ein Unternehmer aus dem Großraum Köln das 2000 Quadratmeter große Grundstück erworben hatte.

(dpa)