Kommentar zu Antisemitismus bei der Berlinale Kein rechtsfreier Raum

Meinung | Berlin · Israelkritische und antisemitische Äußerungen bei der Berlinale am Wochenende haben Kritik ausgelöst. Allgemein war das Filmfest in diesem Jahr besonders politisch.

 Der US-Filmemacher Ben Russel (l.) spricht auf der Bühne der Berlinale-Preisverleihung vom „Genozid“ in Gaza.

Der US-Filmemacher Ben Russel (l.) spricht auf der Bühne der Berlinale-Preisverleihung vom „Genozid“ in Gaza.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Die Berlinale gehört zu den politischsten Filmfestivals der Welt. Doch das darf kein Vorwand dafür sein, antisemitische Äußerungen zu dulden. Kunst und Kultur sind frei, aber sie sind kein rechtsfreier Raum. Die Vorfälle vom Wochenende sind beschämend und vollkommen inakzeptabel, sie verdrehen Täter- und Opferrollen und sie ziehen die Berlinale und mit ihr die Kulturszene in den Schmutz.