TV-Trödelshow mit Horst Lichter Von Oldtimer bis Schmuck - die teuersten Deals bei Bares für Rares

Köln · In der ZDF-Trödelshow Bares für Rares können Verkäufer ihren Dachbodenfund oder das Schnäppchen vom Flohmarkt zu Geld machen. Manchmal springen dabei Zehntausende Euro raus. Hier sind die teuersten Deals, die in der Sendung über den Tisch gingen.

Horst Lichter moderiert die Trödelshow „Bares für Rares“, bei dem Teilnehmer ihre Trödelwaren an den Händler bringen können.

Horst Lichter moderiert die Trödelshow „Bares für Rares“, bei dem Teilnehmer ihre Trödelwaren an den Händler bringen können.

Foto: ZDF/Frank Dicks

Der unverhoffte Dachbodenfund entpuppt sich überraschend als wertvoller Schatz und geht beim Trödelhändler für viel Geld über die Theke - davon träumen wahrscheinlich viele Teilnehmer, die ihre Waren zu Bares für Rares ins Walzwerk in Köln tragen. Und die Zuschauer der beliebten ZDF-Sendung fiebern mit den Verkäufern mit. Ab und an gibt es gar abendfüllende Sendungen an speziellen Drehorten - etwa auf Schloss Drachenburg in Königswinter.

Der Ablauf des erfolgreichen TV-Formats mit Moderator Horst Lichter ist dabei stets gleich. Die Verkäufer tragen ihre Waren zu einem der Experten. Die schätzen den Wert der Gegenstände. Anschließend geht es zu den Händlern, die ihre Gebote abgeben. Und die haben es manchmal in sich, wenn sich die Preisvorschläge bei besonders wertvollen, seltenen und begehrten Waren überschlagen. Hier ist eine Übersicht über die teuersten Deals, die bei Bares für Rares über den Tisch gingen.

Platz 8: Ein Oldtimer mit zwölf PS

Auf Platz 8 der teuersten Verkäufe bei Bares für Rares steht ein Kult-Oldtimer. Für 18.000 Euro ging im Jahr 2018 ein BMW Isetta an den als Waldi bekannten Eifelhändler Walter Lehnertz. Angetrieben durch einen Einzylinder-Viertaktmotor mit gerade einmal zwölf PS erreichte das Fahrzeug beim Experten Sven Deutschmanek einen Schätzpreis zwischen 20.000 und 25.000 Euro. Deutlich niedriger fiel Waldis Startangebot aus, er legte seine bekannten 80 Euro auf den Tisch. Höher legte Händler Julian Schmitz-Avila mit 12.000 Euro die Messlatte für einen Deal. Mehrere Händler griffen schließlich zum Telefon auf der Suche nach möglichen Käufern. Am Ende machte Waldi das Rennen und holte das Auto in die Eifel.

Experte Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter (v.l.) sprechen mit Verkäufer Klaus Willumat über den Wert seines Oldtimers.

Experte Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter (v.l.) sprechen mit Verkäufer Klaus Willumat über den Wert seines Oldtimers.

Foto: ZDF/Warner Bros.

Platz 7: Schmuckstück mit seltenem Diamanten

Mit einem erfolgreichen Gebot von 21.000 Euro belegt Händlerin Lisa Nüdling nach einem Bieterwettbewerb zwischen drei Händlern den siebten Platz der Rangliste. Das Geld legte sie im Jahr 2022 für ein besonderes Schmuckstück hin, dass Marianne Krebs aus Hanau zur Sendung auf Schloss Drachenburg in Königswinter mitgebracht hatte. Im Mittelpunkt stand dabei der eingefasste Aquamarin-Diamant mit der äußerst seltenen Farbbezeichnung „Santa Maria“, der sensationelle 35 Karat wog und in den 1920er Jahren im Treppenschliff verarbeitet wurde. Die Rahmung aus insgesamt einem weiteren Karat Diamanten war da eher Nebensache. Bei dem besonderen Stein verschlug es sogar den Händlern die Sprache. Niemand von ihnen hatte so einen Diamanten bisher gesehen.

 Der wertvole Aquamarin wird von der Expertin in Augenschein genommen.

Der wertvole Aquamarin wird von der Expertin in Augenschein genommen.

Foto: ZDF/Sascha Baumann

Platz 6: Eine Goldmünze mit Geschichte

Eine Goldmünze aus dem Jahr 1648 brachte es in einer Sendung im Jahr 2016 auf ein Endgebot von 25.000 Euro. Der Berufschullehrer Martin Reith aus Würzburg hatte die Münze aus Familienbesitz zu den Händlern nach Köln gebracht. Bei einem Schätzwert zwischen 20.000 und 25.000 Euro machte das 34,7 Gramm schwere Goldstück am Ende gleich zwei Händler glücklich. Den Zuschlag teilten sich Fabian Kahl und Daniel Meyer, die jeweils die Hälfte des Betrags auf den Tisch legten.

Eine Goldmünze aus dem Jahr 1648 ging für 25.000 Euro an den Händler.

Eine Goldmünze aus dem Jahr 1648 ging für 25.000 Euro an den Händler.

Foto: ZDF/Warner Brothers

Platz 5: Ein russisches Trinkgefäß

Für 29.000 Euro kaufte Händler Daniel Meyer im Jahr 2021 ein russisches Trinkgefäß. Den so genannten Kovsh hatte Sabine Riemer aus Hattingen auf einem Flohmarkt gekauft. Das Gefäß aus Silber hatte die 61-Jährige für fünf Euro erworben. Als Expertin Heide Rezepa-Zabel den Wert dann auf 40.000 bis 60.000 Euro schätzte, war die glückliche Besitzerin baff. Begeistert waren nach anfänglicher Zurückhaltung auch die Händler von dem aus dem Jahr 1763 stammenden Stück, das als Ehrengeschenk der russischen Kaiserin Katharina die Große gefertigt worden war.

 Das russische Trinkgefäß Kovsh besteht aus vergoldetem Silber.

Das russische Trinkgefäß Kovsh besteht aus vergoldetem Silber.

Foto: ZDF/Sascha Baumann

Platz 4: Ein expressionistisches Kunstwerk

Eine Lithografie von Otto Mueller ging ebenfalls im Jahr 2021 für 30.500 Euro über den Tisch. Damit ist das Werk aus der Zeit um 1920 das teuerste Bild, das bei Bares für Rares je verkauft wurde. Das Unikat des bedeutenden Expressionisten bekam eine Expertenschätzung von 30.000 bis 35.000 Euro und ging letztlich an Händler Fabian Kahl, der es für sich selbst kaufte.

Experte Detlev Kümmel und Moderator Horst Lichter (v.l.) skizzieren die Geschichte des expressionistischen Werks von Otto Mueller.

Experte Detlev Kümmel und Moderator Horst Lichter (v.l.) skizzieren die Geschichte des expressionistischen Werks von Otto Mueller.

Foto: ZDF/Warner Bros.

Platz 3: Ein Oldtimer aus Bremen

Auf Platz 3 der teuersten Verkäufe schaffte es ein weiterer Oldtimer im Jahr 2014. Der Zuschlag ging dabei für 35.000 Euro an den Händler Wolfgang Pauritsch. Die Borgward Isabella hatte der Berufskraftfahrer Gerd Kirstein aus Marl mitgebracht. Im Jahr 1998 hatte er das Fahrzeug für 7000 Deutsche Mark gekauft und selbst restauriert - wobei dies nach eigenen Angaben noch einmal 40.000 DM gekostet hatte. Hergestellt wurden diese Autos zwischen 1954 und 1962 in Bremen. Den Wunschpreis von 50.000 Euro erreichte der 63-Jährige allerdings nicht. Dafür war das Fahrzeug laut Expertise nicht in einwandfreiem Zustand.

Der Oldtimer aus Bremen begeisterte Experte und Händler, ging aber unter dem Wunschpreis über den Verkaufstisch.

Der Oldtimer aus Bremen begeisterte Experte und Händler, ging aber unter dem Wunschpreis über den Verkaufstisch.

Foto: ZDF

Platz 2: Zwei Teller für König Ludwig XVIII.

Mit einem Verkaufspreis von 36.000 Euro schafft es Händler Fabian Kahl auf den zweiten Platz. Für das Geld kaufte er im Jahr 2023 zwei Sèvres-Teller während einer Weihnachtssendung auf Schloss Drachenburg. Die handbemalten Dessert-Teller wurden zwischen 1824 und 1832 in der französischen Staatsmanufaktur Sèvres hergestellt und waren Teil eines 205-teiligen Services, das für den französischen König Ludwig XVIII. hergestellt wurde. Die ursprüngliche Preisvorstellung lag bei den beiden Verkäuferinnen bei 80 Euro.

Zwei Sèvres-Teller von Verkäuferin Annette Herwig gingen für zusammen 36.000 Euro weg.

Zwei Sèvres-Teller von Verkäuferin Annette Herwig gingen für zusammen 36.000 Euro weg.

Foto: ZDF/Sascha Baumann

Platz 1: Ein Diamantkreuz mit heiligen Holzsplittern

Eine Weltsensation und einen Verkaufsrekord legte im Jahr 2019 eine echte Reliquie hin. Ein Diamantkreuz mit 40 Karat machte dabei nur den weltlichen Wert des heiligen Kreuzes aus. Eingesetzt ist dort in der Mitte ein Fenster aus Bergkristall, hinter dem sich Holzsplitter verbergen. Bei diesem handele es sich um Holzstücke aus dem Kreuz Jesu Christi, wie ein unbeschädigtes Siegel des Papstes Clemens IX. verbürgt. Das Kreuz datierte Expertin Heide Rezepa-Zabel auf das 17. Jahrhundert.

 Ein mit Diamanten besetzten Kreuz hält den Verkaufsrekord bei Bares für Rares.

Ein mit Diamanten besetzten Kreuz hält den Verkaufsrekord bei Bares für Rares.

Foto: ZDF/Frank Dicks

Stephanie Huber und Cosima Birk aus Rülzheim hatten das wertvolle Stück, das aus einer Erbschaft stammte, zu der Sondersendung der Trödelsendung auf Schloss Schwerin mitgebracht. Mutter und Tochter waren zwar von einem hohen Wert ausgegangen. Der Schätzpreis von 60.000 bis 80.000 Euro war dann aber auch für sie eine große Überraschung. Für 42.000 Euro ging das Kreuz schließlich an die Bornheimer Händlerin Susanne Steiger, die im Anschluss auch ihre Pläne für die Reliquie verriet.

Der Kampf um die Kübel
Gastronomie in Bonn Der Kampf um die Kübel