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Berlin: Geldtransporter am Ku'damm überfallen - Wachmänner verletzt

Zwei Wachmänner verletzt : Geldtransporter am Ku'damm überfallen

Auffällig viele Überfälle auf Geldboten kamen im vergangenen Jahr zusammen. Nun passierte es wieder, diesmal an Berlins berühmtester Einkaufsstraße.

Ein Geldtransporter ist auf dem Berliner Kurfürstendamm von mehreren Männern überfallen worden. Die Täter seien am Freitagvormittag geflüchtet, sagte eine Polizeisprecherin. Zwei Wachleute wurden verletzt. Von Schüssen sei nach ersten Zeugenaussagen aber nichts bekannt, so die Sprecherin. Der Überfall geschah gegen 10.00 Uhr demnach vor einer Bank an der Ecke Bleibtreustraße. Die Täter schlugen laut Zeugenaussagen zu, als die Männer von der Geldtransportfirma gerade Geldkassetten ausladen wollten.

Die Täter flüchteten mit einem Audi, wie Zeugen es der Polizei schilderten. Ein Auto des gleichen Typs sei kurz danach in der Urbanstraße in Kreuzberg gefunden worden, sagte die Sprecherin. Einen Zeitungsbericht, nach dem ein ausgebrannter Fluchtwagen nahe der Stadtautobahn in Schöneberg stand, könne nicht bestätigt werden.

Beide Wachleute wurden in ein Krankenhaus gebracht. Nach Informationen der „B.Z.“ soll einer von ihnen schwer verletzt sein. Dazu wollte die Polizei sich nicht äußern. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen übernommen. Der Tatort wurde abgesperrt. Die Kriminalpolizei befragte Zeugen.

Im vergangenen Jahr hatte es eine ganze Reihe von Überfällen auf Geldboten und Geldtransporter gegeben. Zuletzt geschahen ähnliche Taten am 15. und 17. Dezember 2020 am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg und im Park Center Treptow. Mitte Januar wurde ein Verdächtiger zu dem Überfall bei Ikea gefasst.

Zuvor wurde am 16. Juni ein Geldbote überfallen worden, der eine Bank in Wilmersdorf beliefern wollte. Zwei Täter bedrohten den Geldboten mit einer Waffe, raubten einen Geldkoffer und entkamen - es soll um eine halbe Million Euro gegangen sein. Am 31. Juli überfielen vier Männer einen Mitarbeiter eines Geldtransports an einer Postbank-Filiale im Kaufhaus am Hermannplatz. Sie versprühten Reizgas, mussten aber ohne Geld flüchten.

Am 4. August rammten Räuber mit einem Transporter ein Fenstergitter der Bank in Wilmersdorf, die schon im Juli betroffen war. Sie gelangten in das Gebäude. Danach kam es zu einem Schusswechsel mit einem Wachmann, der an der Schulter getroffen wurde. Die Räuber zündeten den Transporter an und flüchteten zu Fuß und ohne Beute zur nahen Stadtautobahn, wo sie mit einem Fluchtwagen entkamen.

Die Polizei hatte nach mehreren Überfällen auf unterschiedliche Vorgehensweisen der Täter hingewiesen, aber betont, ein Zusammenhang werde selbstverständlich geprüft.

(dpa)