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Prozess um Realityshow „Get the f*ck out of my house“: Bonner bekommt einen Teil des Siegerpreisgelds

Prozess um Realityshow „Get the f*ck out of my house“ : Bonner bekommt einen Teil des Siegerpreisgelds

Der Streit zwischen einem Bonner und dem Gewinner der Realityshow „Get the f*ck out of my house“ wurde beigelegt. Der Kläger aus Bonn bekommt nun einen Teil des Preisgelds ausgezahlt.

Drei Jahre nach Ausstrahlung einer Realityshow von ProSieben hat der Sieger sich von einem Teil des Preisgelds getrennt. Zuvor hatte ein anderer Finalist am Düsseldorfer Landgericht gegen ihn geklagt. Das Verfahren endete am Dienstag in einem Vergleich.

Der Sieger zahlt von seinem 100 000-Euro-Gewinn in zwei Raten 15 000 Euro an den Drittplatzierten. Die zuständige Richterin hatte beide Parteien zuvor nach ausführlicher Befragung explizit ermahnt: „Einer von ihnen lügt. Und wenn sich das herausstellen sollte, schalte ich von hier aus sofort den den Staatsanwalt ein.“ (Az.: 16 O 32/21)

Der Kläger (45) aus der Nähe von Bonn hatte eigentlich 20 000 Euro vom Gewinner der Show „Get the f*ck out of my house“ haben wollen. Nach seiner Darstellung hatten bei der Staffel von 2018 die drei zuletzt verbliebenen Teilnehmer verabredet, dass der Gewinner den beiden anderen 20 000 Euro abgebe - egal, wer gewinnt. „Du hast mir dein Männer-Wort gegeben“, warf der Drittplatzierte am Dienstag dem damaligen Gewinner der Show im Gerichtssaal vor. Der 36-jährige Sieger der Sendung bestritt im Prozess hartnäckig, dass es je eine Absprache mit den beiden anderen Finalisten gegeben habe. „Ich war zu dem Zeitpunkt – mit etwa 50 000 Euro - hoch verschuldet, ich hätte mir das gar nicht leisten können“, betonte der gelernte Bankkaufmann.

Eigentlich hätte noch ein Zeuge aussagen sollen, nämlich der damalige Zweitplatzierte. Bevor es dazu kam, stimmte der 36-Jährige dem Vergleich zu. Die von ihm zuerst angebotene Summe von 10 000 Euro war dem enttäuschten Kläger zu wenig gewesen. Ihm hatten mindestens 18 000 Euro vorgeschwebt. Der Gewinner von 2018 gab schließlich nach. Er bot zuletzt 15 000 Euro, „um die Sache vom Tisch zu kriegen“.

Damit ist der Streit beigelegt. Der an er Absprache beteiligte Zweitplatzierte der Show musste als Zeuge nicht mehr aussagen. Er bekommt keinen Cent. Der Vergleich gilt nur für den Kläger.

Der Prozess spielte sich unter Teilnehmern ab, der Sender hatte damit nichts zu tun. Bei der Sendung war es darum gegangen, dass 100 Teilnehmer bis zu einem Monat lang in einem Haus lebten, das eigentlich nur groß genug für vier Leute war. Wer es am längsten dort aushielt, bekam am Ende 100 000 Euro.

(dpa)