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Interview mit Susanne Steiger: Bornheimer Händlerin bietet bei TV-Show "Bares für Rares" mit

Interview mit Susanne Steiger : Bornheimer Händlerin bietet bei TV-Show "Bares für Rares" mit

Die Bornheimer Juwelierin Susanne Steiger ist seit 2014 Händlerin in der Erfolgsshow des ZDF, "Bares für Rares". Im Interview erzählt Sie von ihren Erfahrungen.

Erst vor Kurzem lief die Trödelshow „Bares für Rares“ von Horst Lichter erstmals zur Hauptsendezeit im ZDF und erreichte hohe Einschaltquoten. Susanne Steiger, seit 2014 Händlerin in der Show, besitzt zwei Juweliergeschäfte, eines in Kerpen und eines in Bornheim. Seit Sendungsstart hat sie schon viele wertvolle Schmuckstücke ersteigern können. Doch selbst seltene Funde sind nicht das, was die Sendung für sie so besonders macht. GA-Mitarbeiterin Nathalie Dreschke sprach mit ihr über ihre Erfahrungen mit dem Fernsehen.

Frau Steiger, wie sind Sie Händlerin in der Sendung „Bares für Rares“ geworden?

Susanne Steiger: Eines Tages bekam ich einen Anruf von der Produktionsfirma Eyeworks, die heute von Warner Bros. übernommen ist. Damals wurde ich gefragt, ob ich Interesse daran habe, an dem neuen Format teilzunehmen. Selbst nach meiner Zusage konnte ich mir nicht vorstellen, dass das wirklich passiert, bis die Kameras in meinem Laden standen. Und seitdem bin ich ein Teil der Sendung.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Konzept der Sendung?

Steiger: Das Menschliche macht sie besonders. Nicht nur meine Händlerkollegen, auch die Zuschauer erzeugen ein ganz tolles Umfeld. Durch die vielen Schätze, von deren Wert die Besitzer oft nichts wissen, ist jede Sendung einzigartig. Es ist unglaublich spannend, was bei den Leuten zu Hause noch unentdeckt in der Ecke liegt.

Welches war der außergewöhnlichste Gegenstand , den Sie ersteigert haben?

Steiger: Das war eine Monstranz aus dem Jahr 1900, auf der der Kölner Dom abgebildet ist. Da ich selbst aus dem Rheinland komme, hat diese Monstranz eine persönliche Bedeutung für mich. Ungewöhnlich war dieser Kauf deshalb, weil ich sonst nicht nach sakraler Kunst Ausschau halte, sondern nach Schmuck. Aber diese Monstranz musste ich einfach haben.

Haben Sie schon Mal etwas ersteigert, das Sie bis jetzt nicht weiterverkaufen konnten?

Steiger: Ja, das habe ich: Ich erinnere mich noch, dass Wolfgang Pauritsch und ich uns gegenseitig überboten haben, um ein Wodkaservice zu ersteigern. Ich habe dann für rund 1000 Euro den Zuschlag bekommen und das Service steht immer noch bei mir im Laden. Ich erfreue mich nach wie vor an der Einzigartigkeit des Objekts und bin mir sicher, dass irgendwann ein Kunde in den Laden kommt und sich ebenfalls dafür begeistern wird.

Setzen Sie sich vor den Sendungen ein persönliches Limit oder machen Sie alle Ausgaben von den Angeboten abhängig?

Steiger: Wenn man ein guter Händler ist, gibt es kein Limit. Ein guter Händler muss einschätzen können, ob sich ein Kauf rentiert. Das ist das Wichtigste, und dann ist auch der Investitionspreis nebensächlich.

Profitieren Ihre Juweliergeschäfte in Bornheim und Kerpen von Ihrer Teilnahme an der Show?

Steiger: Auf jeden Fall! Meine Geschäfte liefen zwar auch vorher schon gut, aber jetzt kommen die Kunden aus ganz Deutschland. Dadurch, dass die Sendung auch in Österreich und der Schweiz ausgestrahlt wird, habe ich auch dort einige Kunden. Vor der Sendung hatte ich drei Mann Personal, jetzt sind es acht.

Können Sie sich an den ersten Gegenstand erinnern, den Sie ersteigert haben?

Steiger: Ja, das war ein Memoryring. Dadurch, dass die Sendungen zeitversetzt ausgestrahlt werden, weiß ich allerdings nicht, ob das auch der Gegenstand ist, den die Zuschauer als meinen ersten in Erinnerung haben.

Behalten Sie die ersteigerten Schmuckstücke selbst oder verkaufen Sie die weiter?

Steiger: Meine Errungenschaften aus der Sendung biete ich grundsätzlich in meinen Läden zum Verkauf an. Nur der erste Ankauf für meinen Laden, eine für mich besonders schöne Uhr, hat für mich einen sentimentalen Wert. Der Kauf liegt allerdings schon zehn Jahre zurück und war nicht im Rahmen der Sendung.

Wissen Sie noch, welches der teuerste und der günstigste Gegenstand war, den Sie in der Sendung ersteigert haben?

Steiger: Nein, das weiß ich leider nicht mehr. Es geht mir in der Sendung nicht um das Geld, das ich ausgebe, sondern um die Stücke, die dort angeboten werden. Mein Augenmerk liegt auf dem angebotenen Gegenstand und nicht auf dem Preis.