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Bußgeld, Paypal, Strafzinsen ING: Diese Änderungen gelten ab November

Höhere Bußgelder, Black Friday, Paypal-Gebühren : Das ändert sich im November

Für Raser und Falschparker wird es ab November teurer. Die größte deutsche Direktbank führt Negativzinsen ein. Und der Black Friday ruft zur alljährlichen Rabattschlacht. Die wichtigsten Änderungen und Termine im November 2021.

Im November 2021 stehen wieder einige Änderungen an: Für Raser und Falschparker wird es teurer, bei Paypal und der ING steigen die Gebühren, die US-Notenbank steht vor einer wichtigen Entscheidung und für Schnäppchenjäger und Weihnachtsmarkt-Fans gibt es gute Nachrichten. Die wichtigsten Änderungen im November im Überblick

Neuer Bußgeldkatalog: Höhere Bußgelder für Raser und Falschparker

Ab dem 9. November 2021 müssen Raser und Falschparker tiefer in die Tasche greifen. Der neue Bußgeldkatalog sieht bei Regelverstößen im Straßenverkehr künftig härtere Strafen vor. Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, muss bald 70 Euro zahlen - statt bisher 35 Euro.

Teurer wird es ab November 2021 auch für Falschparker: Wer verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parkt, unerlaubt auf einem Schutzstreifen hält oder in zweiter Reihe parkt, muss sich auf saftige Strafen einstellen. So kostet Parken in zweiter Reihe künftig 55 Euro statt bisher 20 Euro. Noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Der neue Bußgeldkatalog sieht ab 9. November 2021 außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge vor.

Bußgeld, Paypal, Strafzinsen ING: Diese Änderungen gelten ab November
Foto: dpa/dpa-infografik GmbH

Keine Lohnfortzahlung mehr für Ungeimpfte in Corona-Quarantäne

Nach dem Vorbild von Nordrhein-Westfalen ziehen nun auch die anderen deutschen Bundesländer hinterher: Ab November müssen Ungeimpfte bundesweit im Falle einer Corona-Quarantäne mit Gehaltseinbußen rechnen. Unter Umständen springt der Staat dann bei einem Lohnausfall nicht mehr ein.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte bereits im September angekündigt, Verdienstausfall-Entschädigungen für Menschen ohne Corona-Impfschutz zum 11. Oktober auslaufen zu lassen. Genesene und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können, sind davon ausgenommen.

Änderungen bei PayPal: Höhere Gebühren ab November 2021

Ab November steigen die Paypal-Gebühren für Unternehmen. Zahlungen von und nach Großbritannien werden ab dem 10. November 2021 teurer – Unternehmen zahlen dann 1,29 Prozent, bisher waren 0,5 Prozent fällig.

ING erhebt Strafzinsen auf Einlagen ab 50.000 Euro

Andere Kreditinstitute verlangen schon seit geraumer Zeit Negativzinsen, nun zieht auch die ING Deutschland nach: Ab November 2021 erhebt die Bank ein sogenanntes „Verwahrentgelt“ auf Kontoguthaben ab 50.000 Euro. Bestands- und Neukunden müssen dann 0,5 Prozent Gebühren pro Jahr auf Guthaben zahlen, die die Summe von 50.000 Euro überschreiten. Die ING ist mit neun Millionen Kunden Deutschlands größte Direktbank. Bislang erhob die ING Negativzinsen nur für Einlagen ab 100.000 Euro von Neukunden.

Das ändert sich für Verbraucher im November

Für Bestandskunden, die bislang noch nicht persönlich von der ING über die Verwahrentgelte informiert wurden, gibt es übrigens noch eine Schonfrist. „Keine Sorge, solange wir Sie nicht anschreiben und um Ihre Zustimmung bitten, wird auch kein Verwahrentgelt berechnet“, heißt es auf der Homepage der ING.

Schnäppchenjagd im November 2021 beim Singles’ Day und am Black Friday

Wie jedes Jahr gibt es auch im November 2021 zwei Tage, an denen Schnäppchenjäger-Herzen höher schlagen: der Singles’ Day und der Black Friday.
Der Singles’ Day macht den Auftakt am Donnerstag, 11. November 2021. Ursprünglich stammt die Idee aus China, wo der 11.11. als Tag der Alleinstehenden gefeiert wird. Mittlerweile hat sich der Singles’ Day zu einem extrem erfolgreichen Online-Shopping-Tag entwickelt.

Weiter geht es am 26. November 2021 mit dem Black Friday, um den sich in den vergangenen Jahren ein riesiger Hype entwickelt hat. Am ersten Freitag nach dem US-amerikanischen Thanksgiving-Fest fällt der Startschuss für die Weihnachtssaison. Insbesondere online lassen sich an diesem Tag ganz besonders günstige Schnäppchen finden. Doch aufgepasst: Ein Blick auf die Preise einige Tage vor Black Friday kann sich lohnen, um Schnäppchen zu enttarnen, die gar keine Schnäppchen sind: Denn ein beliebter Trick ist es, die Produkt-Preise kurz vor Black Friday noch einmal kräftig anzuheben - um dann mit vermeintlich höheren Rabatten zu locken.

Unklar ist derzeit noch, ob Lieferengpässe die Rabattschlacht am Black Friday in diesem Jahr trüben.

 Am 26. November 2021 findet der diesjährige Black Friday statt.
Am 26. November 2021 findet der diesjährige Black Friday statt. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Weitere Termine im November 2021

11.11.: Strenge Corona-Regeln zu Karneval 2021

Die fünfte Jahreszeit startet am Elften im Elften - doch gibt es tatsächlich endlich wieder unbeschwerten närrischen Frohsinn? Die vergangene Session war völlig von Corona überschattet, aller Orten waren Narren und Jecken in der Zwangspause. Jetzt sagt Deutschlands oberster Karnevalist Klaus-Ludwig Fess: „Ich bin tatsächlich guter Hoffnung, dass es wieder so sein wird wie vor Corona.“ Die Karnevalisten stünden überall in den Startlöchern: „Sie freuen sich, dass es am 11.11. endlich wieder los geht.“ An Außenveranstaltungen sollen Geimpfte, Genesene und negativ Getestete teilnehmen können. Bei Indoor-Veranstaltungen empfiehlt der Bund Deutscher Karnevalisten Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Welche Regeln am 11.11.21 in Bonn gelten, lesen Sie hier.

Tesla-Fabrik bei Berlin - Anhörung startet am 2. November 2021

Für den Bau der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautoherstellers in Grünheide bei Berlin startet am 2. November 2021 erneut die Anhörung von Kritikern. Das Landesamt für Umwelt hatte sich zu einer Wiederholung entschieden, um eine größere Rechtssicherheit in dem Onlineverfahren zu haben. Zuvor hatten die Umweltverbände Naturschutzbund (Nabu) und Grüne Liga Brandenburg Brandenburgs Umweltministerium vorgeworfen, die Frist zur Bekanntmachung der Internet-Konsultation - mindestens eine Woche vorher - beim ersten Mal nicht eingehalten zu haben. Die neuerliche Anhörung soll bis zum 22. November 2021 laufen.

Advent 2021: Viele Weihnachtsmärkte beginnen früher

Die Weihnachtsmarktsaison beginnt in diesem Jahr so früh wie noch nie: Nachdem das festliche Treiben 2020 pandemiebedingt weitgehend ausfallen musste, öffnen manche Weihnachtsmärkte nun schon Mitte November. So auch in Bonn und der Region - eine Übersicht finden Sie hier.

Ein Grund ist, dass den Schaustellern nach der langen Corona-Auszeit höhere Einnahmen ermöglicht werden sollen. Der eigentliche Advent, für Christen die Zeit der besinnlichen Vorbereitung auf Weihnachten, beginnt in diesem Jahr am 28. November.

UN-Klimakonferenz COP 26 im November 2021

Vom 31. Oktober bis zum 12. November kommen die UN-Mitglieder zur Klimakonferenz in schottischen Glasgow zusammen. Die Erwartungen an das Treffen sind hoch: Konkrete Beschlüsse und nachgebesserte Klimaschutzziele sind nötig, wenn bis 2030 die weltweiten Treibhausgasemissionen um die Hälfte reduziert werden sollen. Denn zurzeit sind wir davon weit entfernt: Momentan emittiert die Weltgemeinschaft doppelt so viele Treibhausgase wie nötig wären, um das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen aus dem Jahr 2015 zu erreichen. Demnach soll der globale Temperaturanstieg zwischen 1850 und 2100 auf 1,5 Grad begrenzt werden.

Fed-Sitzung im November 2021

Führende Vertreter der US-Notenbank kommen am 2. und 3. November zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Die Finanzmärkte beobachten die Äußerungen der Währungshüter diesmal besonders aufmerksam, weil die Fed den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten und ihre Anleihenkäufe zurückfahren könnte. Eine Erhöhung der Leitzinsen steht aber zunächst wohl nicht an.

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(mit Material von dpa)