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Gendergerecht: Die Einmannpackung der Bundeswehr soll umbenannt werden

Gendergerecht : Die Einmannpackung der Bundeswehr soll umbenannt werden

Die Bundeswehr will ihre für Einsätze abgepackten Tagesrationen künftig nicht mehr Einmannpackung nennen. Mit Blick auf Frauen in den Streitkräften sei dieser Begriff nicht mehr zeitgemäß. Nun läuft ein Ideenwettbewerb für einen neuen Namen.

Die Bundeswehr will ihre für Einsätze abgepackten Tagesrationen künftig nicht mehr Einmannpackung (EPa) nennen. Um einen gendergerechten Begriff zu finden, laufe derzeit ein Ideenwettbewerb, wurde am Freitag aus Militär und Verwaltung bestätigt.

„Nach mehreren Jahrzehnten der Zugehörigkeit von Frauen in den Streitkräften ist der Begriff "Einmannpackung" nicht mehr zeitgemäß“, wurde dabei eine Meldung im Intranet zitiert. Weiterhin heiße es dort, die Bezeichnung „entspricht auch nicht den Vorgaben der sprachlichen Gleichstellung“. Bei der Einmannpackung handelt es sich um ein Verpflegungspaket der Bundeswehr, mit dem sich der Soldat oder die Soldatin mindestens einen Tag lang ernähren kann. Zuerst hatte das Fachmagazin „Soldat & Technik“ berichtet.

Das in Bonn ansässige Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) erklärte am Freitag, der Schritt folge auf eine Eingabe an die Wehrbeauftragte Eva Högl. Es werde nun „unter Berücksichtigung der vertraglichen Rahmenbedingungen“ ein Vorschlag zur Änderung der Bezeichnung erarbeitet. „Das Akronym EPa soll dabei erhalten bleiben“, so ein Sprecher des Bundesamtes weiter. Der Ideenwettbewerb richte sich an alle Angehörigen der Bundeswehr. Bis zum Donnerstag seien mehr als 800 Vorschläge eingegangen.

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(dpa)