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Probleme im Winter: Diese Tricks helfen bei beschlagenen Autoscheiben

Probleme im Winter : Diese Tricks helfen bei beschlagenen Autoscheiben

Im Winter kämpfen viele Autofahrer mit beschlagenen Scheiben. Doch was kann man für bessere Sicht tun und was hilft gegen Feuchtigkeit im Auto? Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit.

Das Autofahren mit beschlagener Scheibe ist in Deutschland verboten. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von bis zu zehn Euro. Im schlimmsten Fall kann es durch die eingeschränkte Sicht aber zu schweren Unfällen kommen.

Aber warum beschlagen die Autoscheiben eigentlich vor allem im Winter? Im Winter ist die Luft meist kälter als im Sommer. Kalte Luft kann aber weniger Wasser aufnehmen als warme Luft. Dadurch setzt sich die dann kondensierte Feuchtigkeit auf die Autoscheibe und die Scheibe beschlägt. Wir geben Tipps, wie man im Auto eine klare Sicht behält.

Tipp Nummer 1: Wasserabläufe und Dichtungen kontrollieren

Das Beschlagen der Scheibe von innen kann mit einer Kontrolle von außen verhindert werden. Unter der Windschutzscheibe befinden sich Wasserabläufe. Diese können im Herbst beispielsweise durch Laub verstopft werden. Dadurch kann sich dort Wasser sammeln und in den Innenraum gelangen. Die Wasserabläufe sollten regelmäßig geprüft und gegebenenfalls gereinigt und getrocknet werden.

Ebenfalls kleine Wunder wirken die Dichtungen des Autos. Diese können mit der Zeit porös oder beschädigt werden. Falls sie defekt sind, sollten sie in einer Werkstatt ausgetauscht oder repariert werden.

Tipp Nummer 2: Feuchte Sachen aus dem Auto entfernen

Wer kennt es nicht: Draußen regnet oder schneit es, man steigt ins Auto, zieht die nasse Jacke aus und vergisst, sie anschließend mit ins Haus zu nehmen. Die nasse Kleidung trocknet dann zwar mit der Zeit, das Wasser bleibt aber dennoch in Form von Luftfeuchtigkeit im Auto. Ähnliches geschieht mit getragenen Sportsachen. Feuchte Sachen sollten immer aus dem Auto entfernt werden, um beschlagene Scheiben zu vermeiden. Auf Gummimatten kann sich durch Schneematsch oder nasse Schuhe ebenfalls Feuchtigkeit sammeln. Diese sollten abgetrocknet werden, empfehlen die Autoren des Bußgeldkatalogs.

Tipp Nummer 3: Autoscheiben säubern

Wenn die Scheiben doch mal beschlagen sein sollten, helfen auf die Schnelle ein Fensterschwamm oder ein Mikrofasertuch. Mit diesen können die beschlagenen Scheiben abgewischt werden. Hierbei sollten Autofahrer darauf achten, nur in eine Richtung zu wischen, um Schmutzpartikel nicht zu verteilen, raten Experten der Arag-Versicherung. Das Tuch sollte regelmäßig ausgewaschen werden. Zusätzlich hilft das regelmäßige Putzen der Scheiben mit einem Glasreiniger.

Tipp Nummer 4: Rasierschaum auftragen

Klingt skurril, soll aber helfen: Rasierschaum ist nicht nur für das Gesicht geeignet. Auf Autoscheiben wirkt er wie ein Imprägnierspray und verhindert, dass sich Feuchtigkeit auf der Scheibe absetzt und sie beschlägt. Die Scheibe muss vorher feucht gewischt, der Rasierschaum dann großzügig auftragen werden. Den Schaum abwischen und fertig.

Tipp Nummer 5: Anti-Beschlag-Sprays

Anti-Beschlag-Sprays sind bei Profis umstritten. Laut den Arag-Experten sind spezielle Sprays gegen beschlagene Autoscheiben nutzlos. Sie haben demnach eine ähnliche Wirkung wie die Aktivierung der Lüftung und Klimaanlage (siehe Tipps Nummer 6 und 7). In verschiedenen Internetforen sind Nutzer der Sprays aber von ihrer Wirkung überzeugt. Hier heißt es wohl: Ausprobieren und selbst bewerten. Eine Flasche des Sprays gibt es ab sieben Euro.

Tipp Nummer 6: Gebläse und Heizung

Die wohl unkomplizierteste und einfachste Lösung ist das Aufdrehen von Gebläse und Heizung des Autos. Wichtig hierbei ist es, beides auf die höchste Stufe zu stellen und auf die Windschutzscheibe zu richten. Die ausströmende, trockene Luft trocknet die im Auto bestehende Feuchtigkeit. Wenn alle anderen Lüftungsschlitze im Inneren geschlossen sind, ist diese Maßnahme am effektivsten.

Tipp Nummer 7: Klimaanlage einschalten

Klingt erstmal ungewöhnlich, doch die im Sommer zum kühlen genutzte Klimaanlage kann im Winter gegen Feuchtigkeit und beschlagene Scheiben ankämpfen. Sie trocknet ebenfalls die Luft. Der Umluftschalter sollte ausgeschaltet sein, da sonst nur die bestehende feuchte Luft im Innenraum gedreht wird.

Tipp Nummer 8: Fenster runter

Ein Tipp, der nichts für Frostbeulen ist, aber am schnellsten geht: Fenster auf. Wenn die Fenster runtergekurbelt werden, kann die feuchte Luft direkt nach draußen entweichen. Dadurch werden die Scheiben im Handumdrehen frei.

Tipp Nummer 9: Hausmittel einsetzen

Salz, Katzenstreu, Küchenpapier und Zeitungen hat fast jeder (Katzenbesitzer) zu Hause und entziehen Feuchtigkeit alleine dadurch, dass sie im Innenraum liegen. Salz oder Katzenstreu können beispielsweise in ein Stoffsäckchen oder eine Socke gewickelt und aufs Amaturenbrett gelegt werden. Küchenpapier oder Zeitungen können in den Innenraum gelegt werden. Sobald die Hausmittel feucht sind, sollten sie ausgetauscht werden. Wer keine Hausmittel einsetzen möchte, kann zu einem speziellen Auto-Entfeuchter greifen. Dieser hat die Form eines kleinen Kissens und wird ähnlich wie das Salz oder Katzenstreu verwendet. Einen Auto-Entfeuchter gibt es ab sieben Euro.

Tipp Nummer 10: Innenraumfilter regelmäßig austauschen

Der Innenraumfilter kontrolliert den Luftdurchsatz der Klimaanlage und der Lüftung. Außerdem kann er Schadstoffe neutralisieren. Ist dieser kaputt, kann keine feuchte Luft aus dem Auto entweichen. Wo der Innenraumfilter sitzt, ist je nach Modell unterschiedlich. Er soll aber idealerweise alle 15.000 Kilometer ausgewechselt werden. Dies kann man am besten in einer Werkstatt machen lassen.