1. News
  2. Panorama

Zwischen St. Goar und Oberwesel: Ein Toter bei Heißluftballon-Absturz mit sieben Insassen

Zwischen St. Goar und Oberwesel : Ein Toter bei Heißluftballon-Absturz mit sieben Insassen

Beim Landeanflug ist in Rheinland-Pfalz ein Heißluftballon mit sieben Insassen von einem Windstoß erfasst worden und abgestürzt. Der Ballonfahrer kam ums Leben, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Beim Absturz eines Heißluftballons in Rheinland-Pfalz ist der Ballonführer ums Leben gekommen, mindestens zwei weitere Menschen sind schwer verletzt worden. Vier der Passagiere wohnen nach Angaben der Polizei in der Koblenzer Region, zwei im Raum Euskirchen.

Der Ballon wurde ersten Ermittlungen zufolge am Sonntagabend bei Urbar, einer Gemeinde rund 45 Kilometer südlich von Koblenz, beim Landeanflug von einem Windstoß erfasst, wie die Polizei mitteilte. Der Korb mit sieben Insassen sei dann mehrfach auf einem Acker aufgeschlagen, dadurch seien vier der Menschen aus dem Korb geschleudert worden.

Der Ballon sei den Berg hinab in Richtung Rhein gerutscht und habe sich in einem steilen, unwegsamen Gelände in Bäumen verfangen. Dort wurden die restlichen drei Insassen gefunden. Der Ballonführer wurde durch den Unfall getötet. Zwei Schwerverletzte schwebten zeitweise in Lebensgefahr, hieß es. Wie alt die Opfer sind, war zunächst nicht bekannt. Das unwegsame Gelände der Unfallstelle gestalte die Untersuchung durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung als sehr schwierig, weshalb noch keine konkrete Aussage zur Ursache getroffen werden könne. Nach ersten Ermittlungen soll der Ballon gegen 19 Uhr am Sonntag in Ney gestartet sein.

Während der Rettungsaktion, an der über 100 Helfer beteiligt waren, waren die unterhalb davon gelegene B9 und die auch von Fernzügen genutzte Bahnstrecke Koblenz-Mainz gesperrt. Nicht weit davon entfernt befindet sich der berühmte Loreley-Felsen. Der Ballon könne erst in den nächsten Tagen geborgen werden, hieß es. Das Technische Hilfswerk habe zwar den Ballon abgesichert. Es bestehe aber die Gefahr, dass er durch eine weitere Windböe in Bewegung kommen und herunterrutschen könne, erklärte die Polizei. Die Bundesstraße war deshalb am Montagmorgen weiter nur auf einer Spur befahrbar.

Pressemitteilung der Polizei

© dpa-infocom, dpa:200817-99-193677/2

(dpa)