Zoo in Chester Erdferkel-Baby ähnelt „Dobby“ aus „Harry Potter“

Chester · In der 90-jährigen Geschichte des Zoos in Chester ist erstmals ein Erdferkel geboren worden. Da es einem Charakter aus „Harry Potter“ ähnlich sieht, haben Mitarbeiter schnell einen Spitznamen gefunden.

 Das Anfang Januar im Chester Zoo geborene Erdferkel auf Erkundungstour. Wegen seiner Ähnlichkeit zu dem beliebten «Harry Potter»-Hauself nennen es die Zoomitarbeiter "Dobby".

Das Anfang Januar im Chester Zoo geborene Erdferkel auf Erkundungstour. Wegen seiner Ähnlichkeit zu dem beliebten «Harry Potter»-Hauself nennen es die Zoomitarbeiter "Dobby".

Foto: dpa/-

Der Spitzname war nicht schwer zu finden: Ein in England geborenes Erdferkel ist wegen seiner Ähnlichkeit zu dem beliebten „Harry Potter“-Hauself von Mitarbeitern des Chester Zoos unter dem Namen „Dobby“ bekannt. „Sobald wir das Junge neben seiner Mutter gesehen haben, ist uns die verblüffende Ähnlichkeit zu dem Harry-Potter-Charakter, Dobby, aufgefallen“, sagte der Team-Manager Dave White laut einer Mitteilung des Zoos.

Aktuell wird das Kalb mit den riesigen, herabhängenden Ohren noch regelmäßig von Tierpflegern gefüttert. „Erdferkel-Eltern sind berüchtigt dafür, im Umgang mit ihren Neugeborenen ein bisschen ungeschickt zu sein“, sagte Experte White. „Da das Junge so winzig und zerbrechlich ist, schützen wir es deshalb vor versehentlichen Rempeleien, indem wir bei der Fütterung helfen, bis das Kalb etwas kräftiger ist.“

Es ist das erste Mal in der 90-jährigen Geschichte des Zoos, das ein Erdferkel dort geboren wurde. Dobbys Eltern Oni und Koos sind acht beziehungsweise sechs Jahre alt. Weltweit sind die Tiere eine Rarität: Dem Chester Zoo zufolge leben in europäischen Zoos nur 66 Erdferkel, in aller Welt sollen es rund 110 sein.

Die nachtaktiven Tiere stammen ursprünglich aus der afrikanischen Subsahara, gelten jedoch als bedrohte Art. Mit ihrer ausgeprägten Nase erschnüffeln sie Termiten und Ameisen, die sie dann mit ihrer bis zu 25 Zentimeter langen Zunge auflecken, um sie zu verspeisen.

Das Geschlecht des Anfang Januar in Chester geborenen Erdferkels lässt sich noch nicht erkennen - erst in einigen Wochen, wenn „Dobby“ etwas älter ist. Der Spitzname dürfte dann jedoch schwer wieder loszuwerden sein.

(dpa)
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