Gefälschte Profile mit anzüglichen Fotos Was steckt hinter der Flut an Fake-Profilen auf Instagram?

Bonn · Gefakte Profile mit anzüglichen Fotos kursieren derzeit wieder vermehrt auf Instagram. So kann man die Bots erkennen und sich davor schützen.

Auf der Plattform Instagram tummeln sich vermehrt Fake-Profile. (Symbolfoto).

Auf der Plattform Instagram tummeln sich vermehrt Fake-Profile. (Symbolfoto).

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Wer Instagram nutzt, sollte sie schon kennen: Profile von meist leicht bekleideten jungen Frauen, die in den Direktnachrichten versuchen Kontakt aufzunehmen. Oft implizieren sie pornografische Fotos oder Videos zu teilen, zum Beispiel durch Gruppeneinladungen. In der Bio finden sich oft Herzchen oder Kuss-Emojis und in der Story finden sich diverse Links. Die Rede ist von Fake-Profilen, auch bekannt als „Sexbots“ oder „Berlin Insta Girls“. Das Problem ist ein altes, im Sommer 2024 erleben Nutzende der Social Media Plattform aber eine neue Welle der Kontaktanfragen und Kommentare von den Bots.

Was sind Bots?

In sozialen Netzwerken sind sogenannte Social Bots unterwegs - dazu gehören auch die Fake-Profile. Auch wenn die Profile auf den ersten Blick so aussehen, als stecke eine echte Person dahinter, steuert in Wirklichkeit ein Computerprogramm die Aktivitäten des Accounts. Dadurch sind sie auch um einiges schneller als echte Menschen und können quasi in Echtzeit Beiträge kommentieren oder Nachrichten versenden. Wer auf einen der Links klickt, die „Sexbots“ versenden, landet oft auf unseriösen Datingseiten.

Durch die Fake-Profile versuchen Kriminelle an persönliche Daten der Instagram-Nutzer zu gelangen und diese weiterzuverkaufen. Dazu gehört zum Beispiel die E-Mail Adresse.

Woran erkennt man ein Fake-Profil?

Die gefälschten Profile sind meistens gut zu erkennen. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland folgen die Usernamen einem Schema: Nach Vor- und Nachname folgt eine Zahlenkombination. Außerdem lohnt ein Blick auf die Anzahl der Follower und Beiträge - diese liegen häufig bei null oder sind sehr gering. Auch das ausschließliche Teilen von anzüglichen Inhalten, weist auf ein Fake-Profil hin. Oft kennzeichnet Instagram die Profile auch als „Neu“, denn lange bestehen diese meist nicht.

Was kann man dagegen tun?

Wer einen Link von so einem Fake-Profil zugesendet bekommt, sollte auf gar keinen Fall darauf klicken. Stattdessen kann man Profile, Posts und Kommentare wegen Spam bei Instagram melden. Dazu muss auf die drei Punkte geklickt werden, die Instagram anzeigt. Dort kann die Meldefunktion dann ausgewählt werden. Solch eine Meldung ist dabei komplett anonym. Wer keine weiteren Nachrichten des Bots erhalten will, kann diesen zusätzlich auch einschränken oder blockieren.