Im Kampf gegen Italiens Schönheitswahn Der „Club der Hässlichen“

Rom · Italien gilt als das Land der Schönheit. Der „Club der Hässlichen“ aus dem italienischen Dorf Piobbico hat sich dem Kampf gegen diesen Schönheitskult verschrieben. Dabei hilft ein gesundes Selbstbewusstsein.

Stolzer Titelträger: Daniele „Poldo“ Isabettini ist der „Hässlichste Mann Italiens“.

Stolzer Titelträger: Daniele „Poldo“ Isabettini ist der „Hässlichste Mann Italiens“.

Foto: dpa/Arte

Italien gilt als das Land der Schönheit und Schönheiten. „La bellezza“ ist eines der Elemente, die Italiener und Italienerinnen mit der Muttermilch aufsaugen. Filme sind in Italien nicht „gut“, sondern „schön“, auch wenn der Inhalt noch so tragisch ist. Im Fernsehen wird ein Schönheitskult betrieben, der für fremde Augen verstörend ist. Auch Schönheits-OPs, die das Bedürfnis widerspiegeln, einem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu entsprechen, bestimmen in Italien viele Gedanken und Gespräche. In einem kleinen Dorf in den Marken haben sie diesem Kult den Kampf angesagt – und das nicht erst seit heute.