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Neues Angebot: Japanische Airline bringt Fluggäste nach Paris - ohne abzuheben

Neues Angebot : Japanische Airline bringt Fluggäste nach Paris - ohne abzuheben

Es klingt paradox und ist es irgendwie auch. Die japanische Fluggesellschaft First Airlines fliegt nach New York und Paris ohne abzuheben.

Stellen Sie sich vor, Sie besteigen einen Flieger von Tokio nach Paris. Ihr Ticket weist Sie als Erste Klasse Passagier aus. Dann ist alles wie immer. Die Stewardessen begrüßen ihre Gäste freundlich an Bord, machen diese mit den Sicherheitshinweisen vertraut und stehen für Fragen der Gäste bereit. Nach dem Start servieren sie ein mehrgängiges Menü. Soweit so normal. Doch am Ziel kommt der Flieger nie an.

Abgestürzt ist er Gott sei Dank nicht. Er hat die Startbahn überhaupt nie befahren, geschweige denn verlassen. Der Flieger der Fluggesellschaft First Airlines hob gar nicht ab. Die Gäste haben nämlich gar kein Flugzeug bestiegen, sondern lediglich eine Attrappe. Ansonsten ist alles wie üblich an Bord: Es gibt Fenster, ein Entertainmentprogramm, Fluggeräusche und natürlich den üblichen Service.

Am Ende der zweistündigen "Reise" können die Fluggäste sehen, was sie gesehen hätten, wenn sie denn ihr Ziel erreicht hätten - per Virtual Reality. Die Fluggesellschaft hält diese Art von Reisen ohne zu verreisen für ein zukunftsträchtiges Angebot, wie der Airline-Manager Hirokai Abe gegenüber des Fernsehsenders CNN sagt. Die Zielgruppe: Menschen, die keine Zeit für eine längere Reise haben - und davon gibt es in Japan, wo die Arbeitsmoral sowie der zugehörige Druck äußerst hoch ist.

Wer also keine Zeit für längere Reisen hat, kann sich für 46 US-Dollar (etwa 37 Euro) für die Business-Class oder 56 US-Dollar (etwa 45 Euro) ein Ticket buchen. Die Airline fliegt übrigens auch Rom und Hawaii an, natürlich alles virtuell.