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Inzidenzwert liegt nur noch bei 25,2: Mallorca bleibt Risikogebiet - trotz geringer Infektionszahlen

Inzidenzwert liegt nur noch bei 25,2 : Mallorca bleibt Risikogebiet - trotz geringer Infektionszahlen

Ist ein Urlaub auf Mallorca bald wieder möglich? Der Sieben-Tages-Inzidenzwert ist auf der beliebten Ferieninsel zwar zuletzt deutlich gesunken, doch noch immer stuft die Bundesregierung die Insel als Risikogebiet ein - mit allen negativen Konsequenzen für Reisende. Und andere Urlaubsregionen steigen in der Gunst der Urlauber.

Von solchen Inzidenzwerten können Bonn und die Region momentan nur träumen: Auf Mallorca ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt deutlich gesunken und liegt aktuell laut des balearischen Gesundheitsministeriums nur noch bei 25,2 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Auf der Nachbarinsel Ibiza liegt dieser Wert sogar nur noch bei 19,6 und auf Menorca bei 4,3. Balearenweit wird die Sieben-Tages-Inzidenz mit nur noch 23,2 angegeben. Zum Vergleich: In Bonn war der Wert zuletzt wieder leicht gestiegen und lag am Samstag nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit Nordrhein-Westfalen bei 53,4.

Als im vergangenen Sommer die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca die kritische Marke von 50 Fällen auf 100.000 Einwohnern überschritten hatte, erklärte Berlin auch die Baleareninsel zum Risikogebiet. Seither müssen Reiserückkehrer in Quarantäne, Reisen zwischen Deutschland und der Insel waren nur noch mit einem negativen PCR-Test möglich.

Inzidenzwert auf Mallorca liegt seit dem 17. Februar unter 50

Bereits seit dem 17. Februar liegt der Inzidenzwert auf Mallorca nun aber schon unter 50 - also jener Grenze, ab der normalerweise eine Reisewarnung ausgesprochen wird. In der am Freitag aktualisierten Auflistung der Risikogebiete auf der Website des Robert-Koch-Instituts (RKI) wird jedoch ganz Spanien als Risikogebiet eingeordnet - inklusive der Kanarischen Inseln und der Balearen. Entsprechen bleibt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bestehen. Unterteilungen nach Regionen werden nicht mehr vorgenommen, obwohl die Inzidenzwerte innerhalb des Landes höchst unterschiedlich sind. In der Vergangenheit waren einzelne Regionen mit unterschiedlichen Fallzahlen auch unterschiedlich bewertet worden.

Ein Jahr Coronavirus auf Mallorca

„Maßgeblich für die quantitative Bewertung sind tatsächliche und stabile Trends des Infektionsgeschehens, nicht Momentaufnahmen. Daher wird für die Risikobewertung im Regelfall die Entwicklung der Inzidenz über wenigstens eine Woche herangezogen“, heißt es dazu aus dem Auswärtigen Amt. Doch Mallorca liegt bereits seit mehr als zwei Wochen unter der 50er-Marke und müsste damit eigentlich wieder von der Liste der Risikogebiete gestrichen werden. Doch Berlin zögert noch - sehr zum Ärger der Insel-Hoteliers und Reiseveranstalter, die befürchten, dass Mallorca wegen der Reisebschränkungen in der Gunst der Urlauber sinken könnte.

Mallorca sinkt auf der Beliebtheitsskala

Und diese Sorge scheint nicht ganz unbegründet zu sein: So kommt eine aktuelle Analyse der spanischen Tourismusbehörde Turespaña zu dem Ergebnis, dass Mallorca bei der Nachfrage auf dem deutschen Reisemarkt verliert, während Ziele in der Türkei, in Griechenland und Ägypten immer beliebter werden.

Der Reiseveranstalter Tui hatte bereits vor einigen Wochen verkündet, dass Kreta die Baleareninsel auf der Beliebtheitsskala überholt habe. Bei einem neuen Tui-Promo-Video zu den fünf Top-Reisezielen im Sommer 2021, das seit einigen Tagen via sozialer Medien verbereitet wird, taucht Mallorca gar nicht mehr auf. Auch das Unternehmen HolidayCheck vermeldete jüngst, dass Mallorca bei den Reservierungen mit acht Prozent derzeit nur auf Platz vier rangiert - hinter Kreta (neun Prozent), Hurghada/Safaga in Ägypten (elf Prozent) und dem Spitzenreiter, der türkischen Riviera, mit 22 Prozent.