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Verbot von Stierkampf: Mallorca verbietet umstrittene Tradition

Verbot von Stierkampf : Mallorca verbietet umstrittene Tradition

Die Tage des Stierkampfes auf Mallorca sind gezählt: In der größten und wichtigsten Arena, dem Kampfplatz mit dem Namen "Coliseo" in der Inselhauptstadt Palma, gehen demnächst die Lichter für die Toreros aus.

Die neue Stadtregierung, die von einem Mitte-Links-Bündnis getragen wird, kündigte an, dass Palma de Mallorca zur "Stadt ohne Tierquälerei" und "stierkampffreien Zone" erklärt werden soll. Andere mallorquinische Stierkampfplätze könnten folgen.

In Palmas Stierkampf-Kolosseum, in dem 12.000 Zuschauer Platz haben, traten die berühmtesten Toreros Spaniens auf. Der Kampfplatz war zudem in Deutschland durch die TV-Show "Wetten, dass..?" bekannt, die von dort mehrmals live gesendet worden war. Nun sollen in der Arena keine Stiere mehr getötet werden, sondern nur noch kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfinden.

Das geplante Stierkampfverbot dürfte Signalwirkung für die ganze Insel haben, auf der die Empörung wegen dieser blutigen Kämpfe schon länger heftige Wellen schlägt. Und wo die Zahl der Gegner dieses umstrittenen Stierspektakels ständig größer wird. Bisher schon kamen die Toreros häufig nur mit Polizeischutz in die mallorquinischen Arenen.

In ganz Spanien dürfte die Nachricht vom sich anbahnenden Stierkampfverbot die Debatte um diese "Fiesta" wieder anheizen. In Katalonien wie auf den Kanarischen Inseln sind Kämpfe zwischen den edlen Stieren und den stolzen Toreros bereits länger verboten. Und auch andernorts wenden sich immer mehr Bürger von dieser umstrittenen Tradition ab.