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Comedian mit 52 Jahren verstorben: Mirco Nontschew ist tot

Comedian mit 52 Jahren verstorben : Mirco Nontschew ist tot

Der Comedian Mirco Nontschew ist tot. Dies berichtet die „Bild“-Zeitung und beruft sich auf Nontschews Manager. Mit dem gebürtigen Ost-Berliner verliert die deutsche Comedy-Welt einen ihrer größten und beliebtesten Stars. Unvergessen bleiben seine Auftritte in der 90er-Kult-Sendung „RTL Samstag Nacht“.

Erst vor Kurzem feierte Mirco Nontschew sein TV-Comeback in Bully Herbigs Show „LOL: Last One Laughing“. Auch für die dritte Staffel des Amazon-Erfolgsformats stand der Comedian, der in den 1990er Jahren durch „RTL Samstag Nacht“ bekannt wurde, wieder vor der Kamera. Am Samstagnachmittag wurde nun aber bekannt, dass der Komiker verstorben ist.

Der gebürtige Ost-Berliner soll nach Angaben der "Bild"-Zeitung bereits in der vergangenen Woche verstorben sein. Die Todesursache ist bislang unklar.

Nontschews Manager und enger Freund Bertram Riedel bestätigte seinen Tod: „Die Familie bittet um Rücksichtnahme in dieser schweren Zeit“, sagte er der „Bild“.

Laut dem „Spiegel“ bestätigte eine Polizeisprecherin in Berlin, dass man einen 52-Jährigen am Freitag tot in einem Mehrfamilienhaus aufgefunden habe. Ob es sich dabei um Nontschew handelt, habe die Sprecherin jedoch nicht kommentieren wollen. Ein Todesermittlungsverfahren sei eingeleitet worden.

Als Beatboxer zu „RTL Samstag Nacht“

Nontschew wurde 1969 in Ost-Berlin geboren. 1993 hatte der gelente Mechaniker in der Show „RTL Samstag Nacht“ als Ensemble-Mitglied seinen ersten Fernsehauftritt, nachdem er mit seinem Talent als Beatboxer und Breakdancer von Hugo Egon Balder endeckt worden war und zu RTL geholt wurde. In der Comedy-Sendung, in der unter anderem auch Wigald Boning, Olli Dittrich und Esther Schweins ihre Karrieren begannen, wusste der damals 24-jährige Mirco Nontschew entsprechend vor allem durch seine Fähigkeit zu begeistern, Geräusche und Töne aus dem Alltag mit seinem Mund zu imitieren und äußerst gestenreich zu untermalen. Ein Talent, mit dem er auch in den Folgejahren das Publikum zum Lachen brachte.

Balder schrieb am Samstag bei Instagram: „Mirco war der erste, der von Jacky und mir als Produzenten von "RTL Samstag Nacht" ins Team geholt wurde. Ich bin fassungslos, unendlich traurig und jetzt einfach nur stumm.“

Nontschew war nach seinem Engagement bei „RTL Samstag Nacht“ in den Folgejahren unter anderem in Formaten wie „Die dreisten Drei“ und „Frei Schnauze“ zu sehen. In den Nullerjahren spielte Nontschew den Zwerg Tschakko in den Kinofilmen „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ sowie „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“. In den Filmen wirkte er neben Kollegen wie Otto Waalkes, Ralf Schmitz, Martin Schneider, Heinz Hoenig sowie Nina Hagen und Cosma Shiva Hagen mit. 2001 erhielt Nontschew bei Sat.1 seine eigene Sendung „Mircomania“. 2005 wurde Nontschew mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. Von 2013 bis 2017 war er bei „Willkommen bei Mario Barth“ zu sehen.

Comeback bei „LOL: Last One Laughing“

 Auch in der dritten Staffel von „LOL“ ist Mirco Nontschew (erste Reihe Mitte) wieder dabei. Nun wurde bekannt, dass der Comedian gestorben ist.
Auch in der dritten Staffel von „LOL“ ist Mirco Nontschew (erste Reihe Mitte) wieder dabei. Nun wurde bekannt, dass der Comedian gestorben ist. Foto: dpa/Frank Zauritz

Danach war es ruhiger um Nontschew geworden, bis er Anfang des Jahres in Bully Herbigs Show "LOL: Last One Laughing" beim Amazin Prime zurück ins Rampenlicht trat. In der sehr erfolgreichen Comedysendung geht es darum, die anderen im Raum anwesenden Kolleginnen und Kollegen irgendwie aus der Fassung zu bringen - frei nach dem Motto: Wer lacht, fliegt raus. Auch für die neue Staffel des Amazon-Formats stand Nontschew vor der Kamera. Die Dreharbeiten dazu sind bereits abgeschlossen, die neuen Folgen sollen im Frühjahr 2022 ausgestrahlt werden. Ob die Staffel nach dem Tod von Nontschew nun wie geplant gezeigt wird, ist bisher noch unklar. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung ist für Anfang kommender Woche eine Krisensitzung geplant. Die „LOL“-Macher wollen dann beraten, wie es mit Staffel drei weitergeht.

Nontschew wurde nur 52 Jahre alt und hinterlässt zwei Töchter.