Frost im April Schadet das kalte Wetter den Stechmücken?

Müncheberg/Berlin · Stechmücken mögen es feucht und warm. Die Saison der Insekten hat in diesem Jahr aufgrund der Witterung besonders früh begonnen. Welche Auswirkungen hat nun der jüngste Wintereinbruch?

 Eine Mücke saugt Blut aus einem Arm.

Eine Mücke saugt Blut aus einem Arm.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Der Wintereinbruch der vergangenen Tage hat keine größeren Auswirkungen auf die Stechmückenpopulation. „Die Stechmücken verkriechen sich, wenn es kalt wird, und kommen wieder raus, wenn es wärmer wird“, sagte Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg der Deutschen Presse-Agentur. „Das gilt für alle Insekten.“

Die Stechmückensaison war in diesem Jahr besonders früh losgegangen. Der Beginn ist witterungsbedingt, oft Anfang Mai. In diesem Jahr legten Hausmücken jedoch schon Anfang April ihre Eier ab, und Wald- und Wiesenmücken schlüpften schon zu diesem Zeitpunkt, wie Werner der dpa vor rund zwei Wochen gesagt hatte.

Mücken brauchen es zwar feucht und warm, um hohe Populationsdichten aufzubauen, jedoch tue das kalte Wetter der Population keinen Abbruch, sagte Werner nun. Bei Kälte entwickelten sich die Larven einfach nicht so schnell. Die Entwicklung ist laut Werner abhängig von Temperatur, Nahrungsangebot und Brutmöglichkeiten. Eine genaue Vorhersage, wie sich die Stechmückenpopulationen im Laufe des Jahres entwickeln, ist nicht möglich.

(dpa)
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