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Präsenz-Gottesdienste an Weihnachten in NRW nicht verboten

Laschet und Stamp uneinig : NRW verbietet Präsenzgottesdienste an Weihnachten nicht

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Vize Joachim Stamp wirken uneinig, ob Präsenzgottesdienste an Weihnachten stattfinden dürfen oder nicht.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich gegen ein Verbot der Präsenz-Gottesdienste an Weihnachten ausgesprochen. Es gebe eine Absprache der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, die Präsenz-Gottesdienste unter Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen zuzulassen, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Laschet appellierte allerdings an die Freikirchen: Dort seien die Hygieneauflagen nicht immer eingehalten worden. „Halten sie sich an die geltenden Regeln“, sagte Laschet. Er selbst werde an keiner Christmette teilnehmen.

Sein Vize, Minister Joachim Stamp (FDP), hatte die Kirchen zuvor aufgerufen, deutschlandweit alle Präsenzgottesdienste an Weihnachten abzusagen. „Die völlig unabsehbare Entwicklung der Pandemie und die Nöte auf den Intensivstationen in vielen Teilen Deutschlands“ machten dies seiner Meinung nach unausweichlich, sagte Stamp der Deutschen Presse-Agentur.

Katholische Bistümer in NRW lehnen einen kompletten Verzicht auf Präsenzgottesdienste ab. Pfarrer Antonius Hamers vom Katholischen Büro NRW hatte am Montag der dpa gesagt, er habe am Vortag Kontakt mit der Düsseldorfer Staatskanzlei gehabt und in Absprache mit den fünf katholischen Bistümern in NRW erklärt, dass ein genereller Verzicht auf Präsenzgottesdienste für sie nicht in Frage komme.

Evangelische Gemeinden in Bonn hatten bereits einige Tage zuvor eine individuelle Entscheidung getroffen. Dieser schlossen sich katholische Pfarreien wenig später an.

(dpa)