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Rauchring in der Schweiz - Ähnlicher Vorfall 2016 in Meckenheim

Ähnlicher Vorfall 2016 in Meckenheim : Rauchring sorgte für Rätselraten in der Schweiz

In einer Region in der Schweiz ist ein mysteriöser schwarzer Ring am Himmel aufgetaucht. Die Erscheinung löste viele Spekulationen aus - wie vor vier Jahren, als ein solcher Ring über Meckenheim schwebte.

Waren es die Aliens aus dem Science-Fiction-Film „Arrival“, die versuchen, mittels Rauchringen mit den Menschen zu kommunizieren? Oder war es doch ein Feuerwerk? Ein am Himmel schwebender schwarzer Rauchring hat in der Schweiz für Rätselraten unter Anwohnern und Experten gesorgt und Spekulationen ausgelöst.

Wie das Portal Mimikama mitteilt, war der Ring an einem Abend Ende Juli über der Gemeinde Ettiswil zu sehen. Der Ring sei menschengemacht und entstand vermutlich beim Hantieren mit Pyrotechnik, vermutete ein Meteorologe. Der Präsident der Schweizerischen Koordinationsstelle Feuerwerk schloss ein Feuerwerk jedoch aus. Eine Lösung wusste zunächst keiner.

Schwarzer Rauchring über Meckenheim

Ein schwarzer Ring am Himmel? Da war doch was? Richtig! Vor rund vier Jahren tauchte eines Abends eine solche Himmelserscheinung bereits über Meckenheim auf. Rund zehn Minuten lang war Ende August 2016 der schwarze, rauchende Ring zu sehen, bis er sich wieder auflöste - und das muntere Rätselraten erst so richtig losging.

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Außerirdische, ein Mikrodrohnenschwarm, das Wetter oder auch Chemtrails: Sie alle wurden für das verantwortlich gemacht, was an dem Montagabend über dem Ortsteil Merl zu sehen war. Des Rätsels Lösung war jedoch eine andere, wie das Bundeskriminalamt (BKA) einen Tag später präsentierte: Bei einem technischen Versuch auf dem BKA-Gelände in Meckenheim sei Pyrotechnik gezündet worden. Entzündet wurde das pflanzliche Mittel Lycopodium clavatum, das bereits seit dem Mittelalter zum Erzeugen von pyrotechnischen Effekten und heute vor allem für Explosions- und Feuereffekte im Show- und Filmbereich genutzt wird. In dessen Folge hatte sich ein Rauchring gebildet, der sich aufgrund der kühleren Umgebungsluft und des fehlenden Windes zehn Minuten am Himmel halten konnte.

Damit war die Geschichte eigentlich abgeschlossen - eigentlich. Denn das BKA meldete sich am kurze Zeit später erneut und teilte mit: Es gab keinen technischen Versuch. „Wie wir jetzt erfahren haben, gab es am Montagabend ein internes Betriebsfest auf dem Gelände in Meckenheim, in dessen Verlauf ein pyrotechnischer Simulationskörper gezündet worden ist“, sagte damals ein BKA-Sprecher.

Ursache in der Schweiz war ein Experiment

Der Rauchring in der Gemeinde in der Schweiz hatte im Übrigen auch keinen übernatürlichen Ursprung: Wie das schweizerische Nachrichtenportal „20 Minuten“ schreibt, hat ein 22-Jähriger mit zwei Freunden den Ring absichtlich entstehen lassen. Die drei Männer haben dazu an den Auspuff eines alten Traktors ein Rohr geschraubt, in das sie wiederum eine Zündkerze einbauten.

Sie verbauten ein Staudruckventil am Ende und ein weiteres Ventil am Auspuff, ließen ein Benzin-Gas-Gemisch hinein und zündeten es an. Dreimal wollten sie einen Ring steigen lassen. Nur beim zweiten Versuch gelang es ihnen, weil dort die Windverhältnisse passten. Der mysteriöse Ring war letztlich somit erneut nur zeitweise mysteriös.