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Schnelltestzentren in NRW: Großer Ansturm kurz vor Weihnachten

Lange Wartezeiten in Köln : Großer Ansturm auf Schnelltestzentren in ganz NRW

Kurz vor Weihnachten ist der Ansturm auf die Corona-Schnelltest-Zentren in Nordrhein-Westfalen riesig. „Wir haben den Eindruck, dass sich jeder noch vor Weihnachten testen lassen will“, sagte Thomas Fasshauer, einer der Betreiber der Testzentren von Medicare in NRW.

Seit diesem Wochenende gehen demnach die Buchungen rasant nach oben. Am Sonntag hätten sich trotz der Vergabe von Terminen Warteschlangen gebildet. Ein Test ohne Termin sei mittlerweile schon nicht mehr möglich.

Bis Weihnachten werde die Zahl immer weiter steigen, sagte Fasshauer. Für den Mittwoch sei etwa am Hauptstandort in Köln schon alles komplett ausgebucht. Daher sei mittlerweile ein zweites Zentrum in der Stadt eröffnet worden. Allein in Aachen hätten sich am Freitag innerhalb von 24 Stunden 400 Menschen auf eigene Kosten testen lassen.

Der private Anbieter Medicare betreibt acht Test-Zentren in NRW: zwei in Köln, zwei in Düsseldorf sowie jeweils eines in Aachen, Bonn, Gelsenkirchen und Mönchengladbach. Neben Schnelltests gibt es dort auch PCR-Standardtests.

Das Schnelltestzentrum im Beueler Brückenforum hat am Freitag seine Türen geöffnet. Bereits am ersten Tag nahmen das Angebot viele Bonner wahr, für den 23. Dezember sei das Zentrum bereits ausgebucht, hieß es.

Stundenlange Wartezeiten im Parkhaus der Lanxess Arena

Am Schnelltest-Zentrum im Parkhaus der Kölner Lanxess Arena bildeten sich Berichten zufolge Staus und es gab stundenlange Wartezeiten. Autofahrer können sich dort direkt im Wagen testen lassen. Aufgrund der enormen Nachfrage wurden am Sonntag die Öffnungszeiten erweitert, wie der Betreiber auf seiner Website mitteilte.

Das Ordnungsamt habe den Betreiber des Zentrums wegen des großen Andrangs aufgefordert, mit zusätzlichem Sicherheitspersonal für Ordnung zu sorgen, sagte ein Sprecher der Stadt Köln.

Schlangen entstanden am Wochenende auch am Testzentrum im Düsseldorfer Flughafen. Am Freitag hatte die Bundespolizei eingreifen müssen, nachdem es an Abflugschaltern streckenweise zu „Gedrängel“ kam. Am Wochenende blieb es laut Bundespolizei ruhig.

Lange Wartezeiten gab es aber trotzdem: Das privat betriebene Testzentrum wies auf seiner Internetseite am Samstagmittag eine Wartezeit von knapp drei Stunden aus. Auch am Sonntag mussten die Menschen vor Ort mehr als eine Stunde für die Registrierung und mehr als 90 Minuten für die Entnahme der Probe warten.

(dpa)