Tabuzonen an Silvester Erste Städte verbieten das Böllern zum Jahreswechsel

Dortmund · Erste Städte weisen Tabuzonen für Silvesterraketen aus. Köln und Düsseldorf wollen Feuerwerk in der Altstadt verbieten. Der Dortmunder Oberbürgermeister ist für ein Verkaufsverbot.

 Silvesterrakete (Symbolbild)

Silvesterrakete (Symbolbild)

Foto: picture alliance/dpa/Patrick Pleul

In NRW wird Feuerwerk an Silvester nicht flächendeckend verboten. Aber die Kommunen sollen Raketen und Böller an belebten Plätzen untersagen. Die Städte stecken tief in der Planung.

Gut vier Wochen vor Silvester ist für die größeren Städte in Nordrhein-Westfalen noch unklar, wo genau Böller und Raketen überall verboten sein werden. Erste Tabu-Zonen zeichnen sich aber ab. Köln hatte bereits angekündigt, dass Feuerwerk in der Altstadt untersagt sein wird. Der Krisenstab werde voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, ob es weitere Verbotsbereiche geben soll, hieß es. Auch in Düsseldorf wird - wie schon in den Vorjahren - ein Feuerwerksverbot für die Altstadt gelten. „Anhand der neuen Corona-Schutzverordnung wird nun geprüft, ob und wie wir das gegebenenfalls erweitern“, sagte ein Sprecher.

Münster untersagt Feuerwerk auf jeden Fall mindestens auf dem Domplatz und Bahnhofsvorplatz in der Innenstadt. Das Ordnungsamt werde verstärkt kontrollieren. Essen will Entscheidungen dazu erst nach eingehender Prüfung der neuen Coronaschutzverordnung für NRW bekanntgeben.

Kritik aus Dortmund: Ordnungsämter an der Belastungsgrenze

Kritik kam von Dortmunds neuem Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD): Bund und Länder hätten sich die Sache bei ihrem Spitzentreffen am vergangenen Mittwoch leicht gemacht und die Entscheidung auf die Kommunen abgewälzt. Die reine Empfehlung, auf ein Feuerwerk zu verzichten, sei „halbherzig und völlig unzureichend“. Er forderte, den Verkauf von Feuerwerkskörpern zu Silvester zu untersagen. Wie die Einhaltung der Verbote für einzelne Bereiche in den Städten kontrolliert werden sollten, sei offen. „Die kommunalen Ordnungsämter arbeiten schon jetzt an der Belastungsgrenze.“

Beim Corona-Gipfel von Bund und Länder-Regierungschefs war vereinbart worden, dass Pyrotechnik auf belebten Plätzen und Straßen untersagt werden soll. Damit will man größere Gruppenbildungen vermeiden.

(dpa)
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