1. News
  2. Panorama

500 Kilometer langer Marsch: Wandernde Elefanten in China werden zu internationalen Stars

500 Kilometer langer Marsch : Wandernde Elefanten in China werden zu internationalen Stars

Eine Herde Elefanten sorgt mit ihrer Wanderung in China für Aufsehen. Vom 500 Kilometer langen Marsch der 15 Tiere gibt es beeindruckende Fotos und Videos.

Die weitgewanderte Elefantenherde in China ist am Dienstag am Rande der Millionenstadt Kunming geblieben. Ein für die Beobachtung der Gruppe eingesetztes Kommandozentrum teilte am Montag mit, die Tiere ruhten sich offenbar aus. 410 Polizisten und andere Einsatzkräfte, Dutzende Fahrzeuge und 14 Drohnen waren für die Beobachtung abgestellt. Bewohner mussten sich andernorts aufhalten, der Verkehr wurde umgeleitet und zwei Tonnen Elefantenfutter waren vor Ort.

Einer der männlichen Elefanten hat sich von der Herde entfernt, was bei manchen Beobachtern zusätzliche Sorgen hervorrief - und bei anderen zusätzliche Aufregung.

Die in China bereits berühmten 15 Tiere werden auch zu internationalen Stars. Große internationale Medien zeichnen den mehr als ein Jahr und 500 Kilometer langen Marsch der Herde aus der bergigen südwestchinesischen Provinz Yunnan zum Rand der Provinzhauptstadt Kunming nach. Twitter und Youtube sind voller Aufnahmen insbesondere der beiden Kälber, die in einen Bewässerungsgraben rutschten, so dass ältere Mitglieder der Gruppe ihnen hinaushelfen mussten.

Asiatische Elefanten blieben gewöhnlich in ihrem angestammten Lebensraum, solange dort nicht gebaut werde, sie gestört würden oder Ressourcen verlören, erklärte Nilanga Jayasinghe, Expertin für asiatische Tierarten bei der Umweltschutzorganisation WWF. Bei solchen Eingriffen könne es vorkommen, dass die Elefanten ihren Lebensraum verließen. „In diesem Fall wissen wir nicht wirklich, warum sie ihren Aktionsraum verließen, aber, dass es in den letzten Jahrzehnten erheblichen Lebensraumverlust aufgrund von Landwirtschaft und der Umwandlung von Wäldern in Plantagen in diesem Aktionsraum gegeben hat“, sagte sie.

(dpa)