1. News
  2. Panorama

Was Corona-Krise und geschlossene Friseure für den Haarschnitt bedeuten

Glosse : Was die Corona-Krise für die Frisur bedeutet

In Zeiten der Corona-Krise gerät so manches aus der Fasson. Nicht zuletzt die Frisuren vieler Zeitgenossen.

Wegen der Kontaktsperre fällt dieser Zustand der Verwahrlosung natürlich zuallererst im eigenen Haushalt ins Auge. Aber auch angesichts von Kollegen, die je nachdem per Videokonferenz im Homeoffice oder leibhaftig in der Firma zu besichtigen sind, stellt sich die Frage, wie das weitergehen soll.

Da kringeln sich beim Kollegen aus der Politikredaktion bereits längere Locken hinter dem Ohr hervor und ruinieren den intellektuellen Auftritt. Bei einer Kollegin mindert der Pony inzwischen nachweislich den Durchblick. Und der innerfamiliär ohnehin nicht von allen goutierte Undercut des Nachwuchses schießt bedenklich ins Kraut. Selbst der hochseriösen Neuen Zürcher Zeitung ist der Notstand beim Nachfärben des Haupthaares einen Artikel wert, auch wenn es gerade Schlimmeres gibt als herausgewachsene Ansätze.

Besonders hart trifft es die, die schon vor dem Kontaktverbot einen Termin nötig gehabt hätten. Umfrisieren, mit Tüchern oder Haarreif kaschieren oder zur Naturfarbe stehen, lauten die Tipps der Stunde. Und in dieser Phase ohne Friseur und mit immer weniger Frisur kursieren im Netz auch schon die Anleitungen, um selbst zur Schere zu greifen, um das tägliche Wachstum von durchschnittlich 0,4 Millimetern im Zaum zu halten.

Für Ungeschicktere unter uns eine Idee zum Haare raufen. Kaum überraschend, dass auch Friseure dringend abraten, selbst Hand anzulegen. Wir allerdings liebäugeln mit einem firmeninternen Frisurenstudio, betrieben von der Volontärin, die unlängst mit einer selbst geschnittenen Frisur angenehm auffiel. Geklärt werden muss allerdings noch, inwiefern das Ergebnis über ihre Übernahme entscheidet.