1. News
  2. Panorama

Weihnachtsmärkte in NRW: Ministerpräsident Armin Laschet hält Märkte für möglich

Weihnachtsmärkte in NRW : Entscheidungen in Bonn und Siegburg stehen noch aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält trotz der Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte in den Städten für möglich. Es handle sich dabei letztlich um eine Entscheidung der jeweiligen Kommune. Wie in Siegburg sind mancherorts die Entscheidungen noch nicht gefallen.

Der Ministerpräsident ergänzte: „Ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen.“. Allerdings seien sie nur unter klaren Regeln denkbar, etwa mit Abstandsregeln. Auch Martinsumzüge seien möglich. Er halte sie „für das geringste Problem“. „Wenn Kinder in der Kita auf engstem Raum zusammen sind, sollte es an der frischen Luft mit Abstand auch gelingen, eine Martinsfackel durch die Straße zu tragen“, sagte Laschet.

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag und Mittwoch in einer zweitägigen Klausur über Konsequenzen aus den steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Landesregierung trifft sich dazu auf dem Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland.

Laschet hat eine landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen etwa mit Maskenpflicht im öffentlichen Leben trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen. „Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW“, sagte Laschet zu Beginn einer Kabinettssitzung auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar. Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien. „Nein, neue Regeln brauchen wir nicht“, sagte Laschet. „Aber es wäre gut, wenn sich alle an die Regeln halten würden.“

Wie die Stadt Bonn auf Anfrage mitteilte, wird sie Anfang Oktober auf Initiative des Oberbürgermeisters ein Gespräch mit den Schaustellern führen, um auszuloten, ob und wenn ja unter welchen Rahmenbedingungen Weihnachtsmärkte in Bonn möglich sein könnten. Die Stadt würde es für sinnvoll halten, wenn das Land Vorgaben machen könnte.

Die Stadt Siegburg hat noch nicht entschieden, ob der überregional beachtete Mittelaltermarkt vor Weihnachten stattfinden kann. Zurzeit feilen Stadtverwaltung und Veranstalter an einem entsprechenden Hygienekonzept. Endgültig soll Ende Oktober entschieden werden. Falls das Event stattfindet, werde es sicher anders aussehen als in den Vorjahren, heißt es aus dem Rathaus. Man habe sich Anregungen von anderen Märkten geholt, die in der Umgebung im Spätsommer liefen.

(dpa)