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Weitere Bombe im Rhein bei Koblenz gefunden

Weitere Bombe im Rhein bei Koblenz gefunden

Im Rhein ist eine weitere Bombe gefunden worden. In der Nähe einer riesigen Fliegerbombe bei Koblenz wurden nach Feuerwehrangaben vom Donnerstag eine 125 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe und ein Fass mit gefährlichen Chemikalien aus Kriegszeiten entdeckt.

Sie sollten ebenfalls am 4. Dezember entschärft werden, wenn auch die 1,8 Tonnen große britische Luftmine unschädlich gemacht wird. Deshalb könne dieser Einsatz länger dauern als bislang gedacht. Rund 45 000 der etwa 106 000 Koblenzer müssen für die Aktion ihre Häuser vorübergehend räumen.

Der Zünder der US-Fliegerbombe bei Koblenz-Pfaffendorf ist nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes intakt. Auch die Sprengladung sei noch vollständig erhalten, obwohl der Boden der Bombe fehle, teilte die Feuerwehr mit. Für die Entschärfung von nunmehr zwei Bomben und dem Tarnnebelfass in Koblenz ist am 4. Dezember die größte Evakuierung in der Nachkriegsgeschichte der Stadt nötig. Der Zeitplan sieht bisher vor, die Sicherheitszone morgens um 9 Uhr zu räumen, die Entschärfung sollte um 15.00 Uhr beginnen.

Geräumt werden dabei auch ein Gefängnis, sieben Altenheime sowie zwei Krankenhäuser mit etwa 700 Patienten. Derzeit werden besonders viele Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg im Rhein gefunden, weil der Wasserstand sehr niedrig ist. Tarnnebelfässer wurden im Krieg benutzt, um sich mit Nebel vor Angriffen zu schützen. Sie enthalten typischerweise unter anderem stark ätzende Chlorsulfonsäure. Trifft diese auf Wasser, kann es zu Explosionen kommen.