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Wesel - Flugzeugabsturz: Todesopfer noch nicht identifiziert

Tragisches Unglück in Wesel : Todesopfer nach Flugzeugabsturz noch nicht identifiziert

In Wesel ist am Samstag ein Ultraleichtflugzeug in ein Wohnhaus gestürzt und hat ein Feuer entfacht. Dabei sind drei Menschen gestorben. Die Leichen sollen am Sonntag obduziert werden. Laut Polizei gibt es Hinweise, dass das Flugzeug zuvor auseinandergebrochen war.

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Wesel sind am Samstag drei Menschen gestorben. Das Ultraleichtflugzeug stürzte in die Dachgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses und setzte sie in Brand. Bei den Toten handelt es sich wahrscheinlich um die beiden Flugzeuginsassen und eine Frau, die mit ihrem zweijährigen Kind in der Wohnung lebte. Das Kind konnte leicht verletzt gerettet werden. Es befindet sich in der Obhut von Verwandten.

Die Absturzursache ist unbekannt. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben mit der Untersuchung begonnen. Laut Polizei gibt es Hinweise, dass das Flugzeug zuvor auseinandergebrochen war. In der Umgebung wurden mehrere Flugzeugteile gefunden. In der Nähe der Absturzstelle fanden die Rettungskräfte auch einen Fallschirm. Die Polizei vermutet, dass es sich um den Notfall-Bremsfallschirm des Flugzeugs handelt.

Die Leichen sollten am Sonntag obduziert werden. Eine zweifelsfreie Identifikation der drei Personen wird laut Staatsanwaltschaft vermutlich noch einige Tage in Anspruch nehmen. Weitere Bewohner des Hauses wurden nicht verletzt. In dem Haus gibt es fünf Wohnungen. Ein Statiker sollte noch am Sonntag die Bewohnbarkeit des Hauses prüfen.

Das Ultraleichtflugzeug war nach Angaben der Behörden ursprünglich in Marl gestartet. Auf dem Flugplatz Wesel sei es dann zwischengelandet. Nach Angaben des 2. Vorsitzenden des Vereins Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen, Achim Strobel, waren zwei Männer an Bord gewesen. Bei dem Flugzeug handele es sich um das Modell TL 96, ein sogenanntes Luftsportgerät. Die Maschine sei in Wesel um 14.39 Uhr losgeflogen. Der Absturz in dem Wohngebiet ereignete sich laut Polizeiangaben vom Samstag gegen 14.42 Uhr.

Der Absturz sorgte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Daran beteiligt waren mehrere Hubschrauber und eine Rettungshundestaffel. Auch Notfallseelsorger waren vor Ort.

(dpa)