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Wölfe in der Eifel: Rheinland-Pfalz unterstützt Nutztierhalter

Viehbesitzer werden unterstützt : Eifel wird zum „Wolf-Präventionsgebiet“

Für eine Übergangszeit von zwölf Monaten sollen alle Wolfrisse im neuen „Präventionsgebiet Eifel-West“ entschädigt werden. Das ist nicht die einzige Hilfestellung, die die rheinland-pfälzische Landesregierung Nutztierhaltern anbietet.

Nutztierhalter in der Eifel können ihre Weiden mit Landeszuschüssen gegen Wölfe sichern. Ein Runder Tisch mit Vertretern der rheinland-pfälzischen Landesregierung, Umweltschützern, Jägern und Landwirten beschloss am Dienstag, dass Teile der Region als „Wolf-Präventionsgebiet“ ausgewiesen werden. Zuvor waren mehrfach Schafe und Kälber von einem Wolf gerissen worden. Das Land bezuschusst Viehbesitzern den Bau wolfssicherer Zäune oder die Anschaffung von Herdenschutzhunden. Außerdem werden für eine Übergangszeit von zwölf Monaten alle Wolfrisse vollständig entschädigt.

„Mit all diesen Maßnahmen möchten wir die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Rückkehr des Wolfes weiterhin aufrechterhalten“, erklärte der rheinland-pfälzische Umwelt-Staatssekretär Thomas Griese (Grüne), „denn der Wolf ist nach wie vor eine EU-weit gefährdete und als solche auch eine streng geschützte Art.“

Das neue „Präventionsgebiet Eifel-West“ umfasst die Landkreise Bitburg-Prüm und Vulkaneifel sowie die nördlich der Mosel gelegenen Teile der Kreise Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg. Bereits seit 2018 gilt der Westerwald als „Wolf-Präventionsgebiet“.

Griese kündigte auch eine Überarbeitung des Landeskonzepts zum Umgang mit Wölfen an. So sollen die Voraussetzungen für den Abschuss von „Problemwölfen“ geschaffen und der Umgang mit kranken und verletzten Tieren geregelt werden. In Rheinland-Pfalz werden seit knapp zehn Jahren wieder regelmäßig Wölfe gesichtet oder eindeutige Spuren gefunden - bislang vor allem im Nordosten des Bundeslandes in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen.

(epd)