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Zugefrorene Seen in NRW: Junge bricht in Bergisch Gladbach ein

Zugefrorene Seen in NRW : Kölner trainieren Eisrettung - Junge bricht in Bergisch Gladbach ein

Überall in NRW werden die kalten Temperaturen aktuell ausgenutzt, um auf Seen spazieren zu gehen oder Schlittschuh zu fahren. Die Feuerwehr warnte nach mehreren Einbrüchen allerdings noch einmal eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen.

Die Menschen in NRW freuen sich vielerorts an den kalten Temperaturen und zugefrorenen Seen. Doch nicht immer ist der kalte Untergrund so fest wie gedacht. Während sich die Feuerwehrleute in Köln noch auf den Ernstfall vorbereiten, ist es andernorts bereits zu Einbrüchen gekommen.

Kölner Feuerwehrleute trainieren Eisrettung

Die Wasserrettung der Feuerwehr Köln hat am Sonntag nach eigenen Angaben „die seltene Gelegenheit“ genutzt, unter realen Bedingungen eine Eisrettung am Aachener Weiher zu trainieren. Drei Einsatzkräfte in Taucheranzügen hätten dabei innerhalb von eineinhalb Stunden mit zwei Übungen erfolgreich Rettungen aus dem Eis geübt, sagte eine Sprecherin. Ein Taucher habe jeweils das Opfer gespielt. Zunächst hätten die Einsatzkräfte ein Loch in das Eis geschnitten und den Betroffenen mithilfe einer Trage herausgezogen. Bei der zweiten Übung habe das Opfer imitiert, in die Eisfläche einzubrechen.

Die Feuerwehr Köln warnt eindringlich davor, zugefrorene Gewässer zu betreten. Das eiskalte Wasser entziehe dem Körper schnell die Wärme, so dass innerhalb weniger Minuten eine lebensbedrohliche Unterkühlung drohe. Trotz der Warnungen sei der Aachener Weiher am Sonntagvormittag voll mit Menschen gewesen, so die Sprecherin.

16-jähriger Junge bricht nachts ins Eis ein

Trotz eines Absperrbands am Ufer hat ein 16-Jähriger den zugefrorenen Bensberger See in Bergisch Gladbach betreten und ist daraufhin eingebrochen. Einsatzkräfte konnten den unterkühlten Jugendlichen in der Nacht zum Sonntag mit einem Schlauchboot aus seiner misslichen Lage befreien, wie die Feuerwehr mitteilte. Bei ihrem Eintreffen um kurz nach Mitternacht hatte er sich demnach bereits völlig durchnässt ans Ufer einer rund 80 bis 100 Meter entfernten Insel im See retten können.

Ausgerüstet mit Überlebensanzügen und Eisrettungsschlitten gelangten die Einsatzkräfte zu dem 16-Jährigen. Er kam in ein Krankenhaus. Eine Gruppe Jugendlicher sei dabei gewesen und habe die Feuerwehr alarmiert, sagte ein Sprecher am Sonntag. „Er hat großes Glück gehabt, Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein.“ Die Feuerwehr warnte erneut eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen.

Jogger in Düsseldorf dank Wärmebildkamera gerettet

In Düsseldorf war am Donnerstag ein 49 Jahre alter Jogger in einem vom Rhein-Hochwasser überfluteten Gebiet eingebrochen. In einer dramatischen Rettungsaktion war er erst nach einer halben Stunde mit Hilfe der Wärmebildkamera eines Hubschraubers gerettet worden. Stark unterkühlt kam er in ein Krankenhaus. Im rheinischen Langenfeld waren zuvor am Mittwochabend zwei 19-Jährige auf einem zugefrorenen See eingebrochen. Sie konnten sich noch selbst ans Ufer retten, wo jedoch einer von ihnen entkräftet liegen blieb. Auch er kam in ein Krankenhaus.

(dpa)