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Corona-Pandemie: Apothekerverband befürchtet Knappheit bei Schnelltests

Corona-Pandemie : Apothekerverband befürchtet Knappheit bei Schnelltests

DIe aktuell stark steigenden Corona-Infektionszahlen führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Schnelltests. Der Apothekerverband Nordrhein warnt nun davor, dass diese knapp werden könnten - und deutlich teurer.

Der Apothekerverband Nordrhein warnt vor knapp werdenden Corona-Schnelltests in den Apotheken und steigenden Preisen. Die aktuell stark steigenden Infektionszahlen führten auch zu einer erhöhten Nachfrage bei den Schnelltests, sagte der Verbandsvorsitzende, Thomas Preis, am Mittwoch. „Auch die Zulieferer für die Apotheken können nicht mehr alle Bestellungen unserer Mitgliedsapotheken bedienen“, warnte er.

„Vielerorts sind Tests nicht mehr erhältlich“, sagte Preis gegenüber unserer Redaktion. „Wir haben deshalb mit Engpässen bei Tests für Laien und bei professionellen Tests für unsere Teststellen zu kämpfen. Das führt auch zu steigenden Preisen.“ Deshalb sei eine ausreichende Vergütung für die Durchführung von Schnelltests unerlässlich. Nur so könne man laut Preis den stark steigenden Einkaufspreisen begegnen.

Ein erster Gesetzesentwurf der mutmaßlichen Ampel-Fraktionen, der am Donnerstag im Bundestag diskutiert werden soll, sieht die Wiedereinführung von kostenlosen Corona-Schnelltests vor. Die Apotheken an Rhein und Ruhr böten dafür weiter ein dichtes Netz, betonte der Apothekerverband mit Bezug auf eine „repräsentative Stichprobe“ bei seinen Mitgliedsapotheken. Auch nachdem vom 11. Oktober an die kostenlosen Schnelltests weggefallen sind, hätten die meisten Apotheken ihr Angebot weiter sichergestellt.

Das Teststellen-Netz der Apotheken sei immer noch so dicht, um kurzfristig flächendeckend wieder testen zu können“, beruhigte Preis. Auch Apotheken, die ihren Testbetrieb zwischenzeitlich eingestellt hatten, könnten ihn im Fall der Wiedereinführung der kostenlosen Corona-Tests wieder hochfahren. Aber, so Preis: „Wir brauchen schnell eine eindeutige Entscheidung der Politik.“

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(dpa)