Kommentar zu Bidens Bedeutung für die Nato Bidens größter Verdienst für die Nato wäre ein Rückzug in Würde

Meinung · Joe Biden hatte schon allein aufgrund seines Amtes als US-Präsident eine große Rolle in der Nato. Diese hat er mit seiner Entschlossenheit, etwa bezüglich des Krieges in der Ukraine, gut ausgefüllt. Nun aber würde Biden dem Bündnis helfen, indem er auf seine Kandidatur verzichtet, meint unser Autor.

US-Präsident Joe Biden (l.) beim Nato-Treffen im Juli 2023 in Vilnius mit Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär (M.), und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

US-Präsident Joe Biden (l.) beim Nato-Treffen im Juli 2023 in Vilnius mit Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär (M.), und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Kaum ein US-Präsident hat mehr für die Nato getan als Joe Biden, der das Bündnis im Moment seiner größten Herausforderung mit sicherem Instinkt geführt hat. Nach dem Überfall der Ukraine bewies er viel Fingerspitzengefühl, der russischen Aggression mit Entschlossenheit entgegenzutreten. Er positionierte die Nato als glaubwürdigen Garanten für die Sicherheit der Verbündeten in Europa und Unterstützer der Verteidigung des Nichtmitglieds Ukraine. Und in den USA schaffte es Biden, gegen den erbitterten Widerstand des Trump-nahen Flügels der Republikaner, ein neues Hilfspaket für die Ukraine, Israel und Taiwan durch den Kongress zu manövrieren.